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Paris - In der Affäre um die L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt hat die französische Justiz ein weiteres Verfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft des Verwaltungsbezirks Nanterre nahm Vorermittlungen zu Tonaufnahmen aus der Bettencourt-Villa in Neuilly-sur-Seine auf.
Die heimlich gemachten Aufnahmen legen den Verdacht der Steuerhinterziehung gegen die 87-jährige Milliardärin nahe. Sie soll mit Hilfe ihres Vermögensverwalters Patrice de Maistre alleine 78 Millionen Euro vor der Steuerbehörde in der Schweiz versteckt haben.
De Maistre bestreitet, die fraglichen Konten verwaltet zu haben. Die reichste Frau Frankreichs hatte die Steuerflucht aber indirekt bereits eingestanden und versichert, dies in Ordnung bringen zu wollen.
Woerth bleibt in Fokus
Die Affäre wirft auch auf Arbeitsminister Eric Woerth ein schiefes Licht: Ihm wird ein Interessenskonflikt vorgeworfen, weil er als Haushaltsminister bis März für die Jagd auf Steuersünder zuständig war, während seine Frau Florence für die Vermögensverwaltung Bettencourts arbeitete. Angesichts der schwarzen Konten des Hauses wollen Kritiker nicht glauben, dass Woerth nicht darüber im Bilde war.
Bei einer Durchsuchung in Geschäftsräumen der Bettencourts beschlagnahmten Ermittler am Freitag auch die Personalakte von Florence Woerth. Nach Informationen der Zeitung "Journal Du Dimanche" erhielt diese ein Jahresgehalt von 140'000 Euro plus 40'000 Euro Prämien. Im Zuge der Schwarzgeldaffäre gab sie ihre Stelle auf.
Illegale Spenden an UMP?
Im Mittelpunkt des Skandals steht der Vorwurf illegaler Parteispenden an die Regierungspartei UMP. Dazu hatte die Staatsanwaltschaft bereits am Mittwoch Vorermittlungen eingeleitet. Bettencourt soll nach Aussagen ihrer Ex-Buchhalterin alleine für den Wahlkampf von Präsident Nicolas Sarkozy im Frühjahr 2007 150'000 Euro rechtswidrig gespendet haben.
Gemäss der Tageszeitung "Le Parisien" vernahmen Ermittler seit Donnerstag sechs ehemalige Mitarbeiter der Familie Bettencourt. Drei von ihnen sollen wie die Ex-Buchhalterin bestätigt haben, dass Umschläge mit Geld an Politiker übergeben wurden.

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SDA-ATS