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Der neue Economiesuisse-Präsident räumt Fehler ein bei der Kampagne gegen die Abzockerinitiative. Der Wirtschaftsdachverband verlor die Abstimmung im März, trotz eines Budgets von 8 Millionen Franken. "Man hätte diese Kampagne nie führen dürfen", sagte Heinz Karrer in Zeitungsinterviews.

Umfragen hätten schon früh gezeigt, dass die Abstimmung nicht zu gewinnen sei. "Man kann ja kaum etwas dagegen haben, dass die Eigentümer bei den Salären mitsprechen", sagte Karrer im Interview mit dem "Tages-Anzeiger". "Rückblickend wäre es zielführender gewesen, wenn man mit den Initianten eine gemeinsame Lösung gesucht hätte."

Karrer übernimmt Mitverantwortung für die Abstimmungsniederlage. "Ich bin Teil des Vorstandes gewesen. Ich habe die Kampagne mitgetragen, die zur Niederlage geführt hat", sagte er im Interview mit dem "Blick".

"Fundamentale Unterschiede zur Abzockerinitiative"

Im November steht mit der 1:12-Initiative der Juso die nächste Abstimmung an, die hohe Saläre ins Visier nimmt. Economiesuisse unterstützt die Gegenkampagne, der Lead der Gegner liegt diesmal aber bei Gewerbe- und Arbeitgeberverband. Im Interview mit der "Berner Zeitung" sagte Karrer, wie man diese Abstimmung gewinnen will.

"Wichtig ist auf die fundamentalen Unterschiede zur Abzockerinitiative aufmerksam zu machen", sagte Karrer. "Die Initiative von Thomas Minder gab den Aktionären mehr Rechte. Bei der 1:12-Initiative geht es um eine staatliche Einschränkung und um eine Bevormundung von Firmeneigentümern."

Damit stehe die Stärke als Wirtschaftsstandort im globalen Umfeld auf dem Spiel, nämlich der liberale Arbeitsmarkt. "Er schafft ein investitionsfreundliches Klima in der Schweiz. Daran sollten wir weiterarbeiten", sagte Karrer.

Der 54-jährige Heinz Karrer wurde am Donnerstag zum Economiesuisse-Präsidenten gewählt. Er soll wieder Ruhe in den Verband bringen, nachdem im Frühsommer Direktor Pascal Gentinetta und Präsident Rudolf Wehrli ihren Rücktritt bekannt gegeben hatten. Der Wirtschaftsdachverband war nach dem verlorenen Abstimmungskampf um die Abzockerinitiative in die Kritik geraten.

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SDA-ATS