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Der Krankenversicherer Helsana hat letztes Jahr die Wende geschafft: Nach zwei Verlustjahren erzielte die grösste Schweizer Krankenkasse einen Gewinn von 84 Mio. Franken. Einen grossen Beitrag lieferten die erfolgreichen Kapitalanlagen.

Der Erfolg aus den Kapitalanlagen betrug fast 200 Mio. Franken, wie die Helsana am Donnerstag mitteilte. Auch operativ habe das Unternehmen Fortschritte gemacht. "2010 haben wir die finanzielle Wende geschafft", wird der neue Chef Daniel Schmutz zitiert.

Im Vorjahr hatte Helsana 58 Mio. Fr. Verlust geschrieben. Diesen Frühling erfolgte dann eine Schrumpfkur: Helsana strich 500 der damals 3200 Stellen. Dadurch sollen die Betriebskosten bis 2012 um 80 Mio. Fr. sinken.

Das Prämienvolumen der Helsana stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 5,51 Mrd. Franken. In der obligatorischen Krankenversicherung blieb das Niveau mit 3,8 Mrd. Fr. Prämien konstant, bei den Zusatzversicherungen sowie den Krankentaggeld- und Unfallversicherungen konnte Helsana leicht zulegen.

Bessere Situation bei Grundversicherung

Die Leistungskosten blieben stabil bei 5,14 Mrd. Franken - allerdings nicht, weil die Gesundheitskosten gesunken seien, betonte das Unternehmen, sondern weil viele Kunden Helsana von 2009 auf 2010 den Rücken gekehrt hätten. Die Gesundheitsausgaben pro Kopf stiegen auch letztes Jahr an.

Die Combined Ratio - die Summe der Versicherungsleistungen und Kosten in Prozent der Prämien - sank über alle Sparten von 103,4 auf 100,2 Prozent. In der obligatorischen Krankenversicherung sank die Combined Ratio von 106,2 auf 101,8 Prozent.

Eigenkapital aufgestockt

Somit arbeitet Helsana in diesem Versicherungsgeschäft nahezu profitabel - bei einer Combined Ratio unter 100 Prozent legt ein Krankenversicherer nicht mehr drauf. Bei den Zusatzversicherungen weist Helsana eine stabile Combined Ratio von 96,4 Prozent auf.

Dank des guten Jahresergebnisses ist Helsana nun solider aufgestellt: Die Gruppe stockte ihr Eigenkapital von 758 Mio. auf 840 Mio. Fr. auf. Die Eigenkapitalquote (in Prozent der Prämien) verbesserte sich von 13,8 auf 15,2 Prozent. Nun erfüllen gemäss der Mitteilung wieder alle Tochtergesellschaften die gesetzlichen Mindestreserveanforderungen.

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SDA-ATS