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Die gegroundeten Flugzeuge der SkyWork Airlines am Donnerstagmorgen in Bern-Belp.

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

Das Grounding der Berner SkyWork Airlines hat am Donnerstag Angestellten von Reisebüros viel Arbeit beschert. Sie mussten neue Flüge für SkyWork-Passagiere suchen. Derweil will Konkurrentin Helvetic Airways prüfen, ob das Unternehmen Teile von SkyWork übernimmt.

Wie Direktor Tobias Pogorevc auf Anfrage sagte, will Helvetic die Situation in den nächsten Wochen "vertieft analysieren und beurteilen". Mit einem schnellen Entscheid sei nicht zu rechnen. Pogorevc bestätigte mit diesen Aussagen eine Meldung des "Blick am Abend".

Helvetic Airways ist in Bern-Belp die einzige Fluggesellschaft, die bisher neben SkyWork Linienflüge anbot. Die Zürcher Gesellschaft fliegt im Sommer ab Bern mehrere Flughäfen in Mittelmeer-Ländern an.

Kein Chaos am Flughafen

Am späten Mittwochabend hatte SkyWork bekanntgegeben, dass das Unternehmen kein Geld mehr hat, um den Flugbetrieb weiterzuführen. Die Airline gebe die Betriebsbewilligung freiwillig dem Bundesamt für Zivilluftfahrt zurück. Der Konkursrichter habe nun das Sagen. Rund 120 Angestellte verlieren ihren Job.

Das Grounding der SkyWork-Flugzeuge am Flughafen Bern, der Heimatbasis von SkyWork, führte dort zu keinem Chaos: Am Donnerstagmorgen fuhren nur wenige noch nicht informierte SkyWork-Passagiere dorthin, vor allem Ausländer. Dort wurden sie von Flughafenpersonal empfangen und informiert.

Viel los war hingegen in Reisebüros, sind doch insgesamt 11'000 Personen vom SkyWork-Aus betroffen. Reisebüro-Angestellte mussten für SkyWork-Kunden neue Flüge suchen. Wer selber buchte, muss sich auch selbst um die Heimreise kümmern und versuchen, von der Versicherung das Geld für das wertlos gewordene Ticket zurückerstatten zu lassen.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) richtete am Donnerstagmorgen eine Hotline ein und erhielt bereits am Vormittag Hunderte von Anrufen.

Für das Tessin bedeutet das SkyWork-Grounding, dass die seit dem Aus der Darwin Airline nicht mehr geflogene Strecke Lugano-Genf weiterhin nicht bedient wird. SkyWork hätte ab Ende Oktober diese Linie übernehmen wollen.

Nicht das erste Aus in Bern-Belp

Dass Bern-Belp ein schwieriges Terrain ist für Fluggesellschaften, haben in den vergangenen Jahren etliche Fluggesellschaften zu spüren bekommen. SkyWork Airlines legte ja schon im vergangenen Herbst ein kurzfristiges Grounding hin, schaffte es aber nach drei Tagen, vom Bazl eine neue Betriebsbewilligung zu erhalten.

SkyWork-Vorgängerin Air Eingiadina meldete 2002 Konkurs an, Swiss zog sich 2003 aus Bern-Belp zurück, und 2004 beendete die österreichische Fluggesellschaft InterSky ihr Engagement in Bern. Weitere kurze Gäste in Bern-Belp waren etwa Air Alps, die Darwin Airline, Cirrus und bmi Regional.

Der bernische Volkswirtschaftdirektor Christoph Ammann sagt, gewisse Destinationen liessen sich ab Bern-Belp rentabel anfliegen. Das zeigten Zahlen. "Dass eine Airline mit einer anderen Heimatbasis solche Destinationen ins Angebot nimmt, erachte ich als durchaus realistisch", sagte Ammann am Donnerstag.

Knapp 183'000 Passagiere benützten im vergangenen Jahr den Flughafen Bern-Belp.

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