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Deutschland - Die Rückkehr von Fortuna Düsseldorf in die 1. Bundesliga nach 15 Jahren ist noch nicht gesichert.
Weil die eigenen Fans im Barrage-Rückspiel gegen Hertha Berlin (2:2) beinahe einen Spielabbruch provozierten, droht den Düsseldorfern ein Wiederholungsspiel.
Nach fünf von sieben angezeigten Nachspielminuten stürmten Hunderte von Fortuna-Fans auf den Platz und zwangen Schiedsrichter Wolfgang Stark zu einem Unterbruch. Nach 20 Minuten waren die Zuschauer wieder auf den Tribünen, kamen die Spieler aus den Kabinen zurück auf den Rasen und spielten die restliche Zeit zu Ende. Doch damit heisst es für die Fortuna nicht "Ende gut, alles gut".
Denn am Tag nach dem Spiel legte Hertha, das durch das 2:2 in Düsseldorf (das Hinspiel in Berlin verlor die Hertha 1:2) absteigen würde, wie erwartet Protest ein. "Die Spieler sassen mit Todesangst leichenblass in der Kabine. Im Gesetz steht: Wenn Einflüsse von aussen auf ein Spiel treffen, die nichts mit dem Spiel zu tun haben, muss wiederholt werden", sagte Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt.
Die Chancen von Hertha stehen womöglich nicht schlecht. Der Deutsche Fussball-Bund kündigte in einem Schreiben hartes Vorgehen an. "DFB und Ligaverband sind sich einig, dass solche unverantwortlichen und die Gesundheit der vielen friedlichen Fans gefährdenden Szenen in einem Fussballstadion nicht tolerierbar sind und konsequent geahndet werden müssen."
Dass die Sportgerichtsbarkeit des DFB ein Wiederholungsspiel ansetzt, um ein Zeichen zu setzen, befürchten sie nun in Düsseldorf. Fortuna-Manager Wolf Werner stellt die Sicht des (designierten) Aufsteigers klar: "Der Schiedsrichter hat das Spiel wieder angepfiffen und dann korrekt abgepfiffen. Der Spielablauf kann nicht infrage gestellt werden." Aus Düsseldorfer Sicht wäre die Ansetzung eines Wiederholungsspiels "völlig überzogen".
Am Mittwoch machte auch das Gerücht die Runde, nicht Schiedsrichter Stark habe das Spiel wieder aufnehmen wollen, sondern habe auf Druck der Polizei gehandelt. Die Sicherheitskräfte wollten demnach das Spiel unbedingt zu Ende bringen, um gravierende Ausschreitungen zu vermeiden. Hätte der Schiedsrichter das Spiel abbrechen müssen, wäre Fortuna als verantwortlicher Platzklub wohl kaum um eine 0:3-Forfaitniederlage herumgekommen - und hätte den Aufstieg damit verpasst.

SDA-ATS