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Nach der langen Regenphase können die Bauern endlich heuen. Hier wendet ein Bauernpaar bei der Tellsplatte hoch über dem Urnerbecken des Vierwaldstättersees sein frisch geschnittenes Gras. (Archivbild)

Keystone/SIGI TISCHLER

(sda-ats)

Mit den ersten heissen Tagen dieses Sommers hat für die Schweizer Bauern endlich auch die Heuernte begonnen. Die Bauern haben viel zu tun, denn wegen der langen Regenperiode blieb das Gras fast einen Monat länger stehen.

Grundsätzlich ist dieses Material für die Milchproduktion zwar von minderem Wert, wie Thomas Jäggi vom Schweizerischen Bauernverband am Mittwoch auf Anfrage sagte. Denn wenn das Gras zu lange wächst und keine Sonne erhält, nimmt auch sein Protein- und Energiegehalt und damit auch sein Futterwert ab.

Doch das Heu werde dadurch nicht unbedingt schlechter, sondern einfach gröber und rauher. Es könne dann zum Beispiel für Rinder verwendet werden, die nicht all zu kalorienhaltiges Futter bevorzugten. Und sollte das kommende Wetter für den Futteranbau günstiger ausfallen und damit für gute Grasschnitte sorgen, könnten die Bauern ihre Milchkühe später auch nur mit der Emd füttern.

Ob sich die späte erste Ernte auf den Preis auswirken wird, kann noch nicht abgeschätzt werden. Denn gemäss Jäggi hat die Menge normalerweise einen grösseren Einfluss auf den Preis als die Qualität. Und seiner Meinung nach dürfte es in diesem Jahr genügend Material geben.

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SDA-ATS