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China ringt nach dem Erdbeben im Südwesten des Landes um die Versorgung abgelegener Orte. Das Wetter und ständige Nachbeben erschweren die Arbeit der Helfer. Mindestens 193 Menschen starben, mehr als 12'000 wurden verletzt.

Dies berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag. Das Beben der Stärke 7,0 hatte am Samstagmorgen um kurz nach 8.00 Uhr (Ortszeit, 2.00 Uhr MESZ) die Gegend um die Stadt Ya'an erschüttert. Mehr als 22'000 Soldaten und paramilitärische Einheiten wurden in die Region entsandt.

Per Helikopter warf die Volksbefreiungsarmee in sieben Einsätzen Hilfsgüter wie Wasser und Essen über abgelegenen Orten ab. In der stark von dem Beben betroffenen Gemeinde Baosheng gebe es keinen Landeplatz, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Nach anderen Medienberichten fehlt es in einigen Dörfern weiterhin an Essen, Zelten und Medizin. "Wir sind sehr unzufrieden mit der Regierung. Für Leute wie uns, die in abgelegenen Orten leben, gibt es keine Hilfe", klagte ein Bewohner des Dorfes Taiping nach einem Bericht der Zeitung "South China Morning Post".

Schlechtes Wetter und Nachbeben

Das Wetter erschwert die Bergungsarbeiten. Am Dienstag regnete es in der Unglücksregion. Nun befürchten Rettungskräfte laut Xinhua, dass der Regen weitere Erdrutsche auslösen könnte. Nach der Wettervorhersage soll es auch in den kommenden Tagen leichten Regen geben.

Zudem hören die Nachbeben nicht auf. Bis Dienstag registrierte Chinas Erdbebenwarte mehr als 3200 weitere Erschütterungen. Vier erreichten eine Stärke von 5,0 und mehr. Am Montag hatten Nachbeben eine Strasse wieder verschüttet, die zuvor von Einsatzkräften mühsam geräumt worden war.

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SDA-ATS