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Am 5. März erreichte eine grosse Hilfslieferung Ost-Ghuta. Beteiligt waren neben dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) auch der Syrische Rote Halbmond und mehrere Uno-Agenturen. Der Versuch musste abgebrochen werden, nachdem der Konvoi unter Beschuss geraten war. (Archiv)

Keystone/EPA/SYRIAN ARAB RED CRESCENT HANDOUT

(sda-ats)

Das Rote Kreuz hat einen für Donnerstag geplanten Hilfskonvoi für die Not leidenden Zivilisten in der syrischen Rebellen-Enklave Ost-Ghuta verschoben. Die Lage vor Ort sei derzeit zu unsicher, um die Hilfen wie geplant auszuliefern.

"Unter solchen Bedingungen ist es uns nicht möglich, den Einsatz auszuführen", sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag zur Nachrichtenagentur AFP. Der Konvoi hätte nach Uno-Angaben Hilfsgüter für rund 70'000 Menschen in die Stadt Duma in Ost-Ghuta bringen sollen.

Am Montag war der Versuch einer ersten Hilfslieferung abgebrochen worden, nachdem der Konvoi unter Beschuss geraten war. Nur 32 von 46 Lastwagen hatten entladen werden können. Am Konvoi waren neben dem IKRK auch der Syrische Halbmond und mehrere Uno-Agenturen beteiligt.

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres hatte am Mittwoch an alle Konfliktparteien appelliert, den für Donnerstag vorgesehenen Hilfskonvoi zu ermöglichen. Nötig sei ein "sicherer und ungehinderter Zugang für weitere Konvois, um wichtige Lieferungen für hunderttausende bedürftige Menschen liefern zu können".

Humanitäre Lage desaströs

Das von islamistischen Gruppen kontrollierte Ost-Ghuta ist die letzte Rebellenhochburg in der Nähe der Hauptstadt Damaskus. In der mehrheitlich von islamistischen Rebellen kontrollierten Region sollen sich etwa 400'000 Menschen aufhalten.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte haben die syrischen Regierungstruppen bislang mehr als die Hälfte von Ost-Ghuta zurückerobert. Ungeachtet der von Moskau angekündigten täglichen mehrstündigen Waffenruhe halten demnach Luftangriffe und Artilleriebeschuss an.

Der Beobachtungsstelle zufolge wurden seit dem 18. Februar durch Luftangriffe 780 Menschen getötet. Die humanitäre Lage gilt als desaströs.

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SDA-ATS