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Firmenspionage ist der Hotelkette Hilton teuer zu stehen gekommen. Sie überwies dem geschädigten Rivalen Starwood nach Informationen des "Wall Street Journal" 75 Mio. Dollar. Der Spionagefall hatte die gesamte Branche über Monate in Atem gehalten und auch die Staatsanwaltschaft beschäftigt.

Die Streitparteien schlossen letztlich einen Vergleich. Die Summe von 75 Mio. Dollar taucht in der am Donnerstag vorgelegten Bilanz von Starwood auf. Hilton wird dort allerdings nicht explizit als Absender genannt, sondern es ist nur von einem Vergleich die Rede, der zugunsten von Starwood ausgefallen sei. In der fraglichen Zeit - das Geld floss im Dezember - sei aber kein anderer Vergleich geschlossen worden, schrieb die Zeitung.

Starwood hatte Hilton vorgeworfen, mehr als 100'000 Dokumente über eine erfolgreiche neue Hotelmarke gestohlen zu haben. Hilton musste im Rahmen des Vergleichs nicht nur die Anwaltskosten von Starwood übernehmen und eine Strafe zahlen.

Der Hotelkonzern darf überdies zwei Jahre lang keine vergleichbare noble Lifestyle-Marke etablieren. Das ist insofern bitter, als die Übernachtungszahlen nach dem Einbruch in der Wirtschaftskrise wieder steigen.

Die beiden Unternehmen zählen zu den grössten Hotelkonzernen der Welt. Zu Hilton gehört unter anderem das berühmte Waldorf Astoria. Starwood betreibt Häuser wie Sheraton, Westin oder Le Meridien.

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SDA-ATS