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Ski alpin - Die "grossen drei" im Riesenslalom dominieren auch in Alta Badia. Der Österreicher Marcel Hirscher gewinnt erstmals den Klassiker vor dem Franzosen Alexis Pinturault und dem Amerikaner Ted Ligety.
Hirscher, der das Klassement schon nach dem ersten Lauf angeführt hatte, knüpfte dort an, wo er bei seinem letzten Einsatz aufgehört hatte. Vor einer Woche hatte der Salzburger bereits den Riesenslalom in Val d'Isère gewonnen und damit auch die Führung in der Disziplinen-Wertung übernommen. Noch wichtiger dürfte für Hirscher indessen die Erkenntnis sein, sich mittlerweile auf Augenhöhe mit dem lange Zeit übermächtigen Ligety zu bewegen. Hirscher scheint die zwei Trainingstage auf der Reiteralm auch in Bezug auf die Verbesserung in der Materialabstimmung optimal genutzt zu haben.
Noch vor einem Jahr hatte sich das Ergebnis in Alta Badia ganz anders präsentiert. Da hatte Ligety den Klassiker auf der Gran Risa mit über zwei Sekunden Vorsprung vor Hirscher gewonnen. Eine Woche nach seinem Ausscheiden in Val d'Isère, dem ersten Scheitern in einem Riesenslalom nach vier Jahren und zehn Monaten, musste sich der Amerikaner auch auf sportlichem Weg geschlagen geben. Die vier Riesenslaloms vor seinem Out im WM-Ort von 2009 hatte Ligety mit teils immensem Vorsprung für sich entschieden.
In den ersten 20 Positionen sind keine Schweizer zu finden - auch deshalb, weil Carlo Janka in beiden Läufen zeitraubende Fehler unterliefen. Der Obersaxer war gleichwhol der noch bestklassierte Vertreter von Swiss-Ski. Mit Platz 22 sicherte er sich auch bei seinem dritten Start zu einem Riesenslalom in diesem Winter Weltcup-Punkte. Thomas Tumler, der zweite Schweizer Finalist, hatte nach dem ersten Lauf Rang 20 eingenommen, verpasste aber abermals die Gelegenheit, den nächsten Schritt zu tun und sich in der Schlussrangliste nach vorne zu arbeiten. Stattdessen fiel der Samnauner wie in Sölden und in Beaver Creek zurück. Der Fakt, mit Rang 27 zum insgesamt vierten Mal Weltcup-Punkte geholt zu haben, dürfte für Tumler ein schwacher Trost sein.
Die restlichen vier Schweizer, Gino Caviezel (37.), Elia Zurbriggen (38.), Justin Murisier (47.) und Didier Défago (55.) hatten die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst.

SDA-ATS