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Südeuropa leidet unter einer Hitzewelle mit Temperaturen um 40 Grad. In vielen Ländern bekämpfen Feuerwehrleute gegen Waldbrände. (Bild vom 26. Juli von einem Waldbrand in Portugal)

KEYSTONE/AP/ARMANDO FRANCA

(sda-ats)

Südeuropa stöhnt über eine lange Hitzewelle. Am Freitag wurden bis zu 42 Grad gemessen. In vielen Ländern purzelten die Hitzerekorde reihenweise.

In Kroatien erreichte der Stromverbrauch wegen der vielen Klimaanlagen im Hochbetrieb einen Allzeitrekord. "Kroatische Hölle", titelte die Zeitung "Jutarnji list" in Zagreb. Die Feuerwehr kämpfte gegen Waldbrände.

In Bosnien-Herzegowina riefen die Behörden bereits den vierten Tag in Folge die rote Wetteralarmstufe bei 42 Grad aus. Spassvögel brieten - wie in solchen Situationen üblich - wieder Eier auf Strassenasphalt und Motorhauben von Autos.

Ausnahmezustand gefordert

Albaniens Innenministerium verlangte wegen zahlreicher Brände die Ausrufung des Ausnahmezustandes, der aber noch nicht verhängt wurde, weil die neue Regierung nach der Parlamentswahl noch nicht steht. Nach einem Hilferuf an den Nachbarn schickte Griechenland zwei Löschflugzeuge.

Auch in Griechenland, wo ebenso wie auf Zypern die Hitzewelle für die kommende Woche erwartet wird, waren in den vergangenen vier Tagen mehr als 150 Brände ausgebrochen. Die mit Helikoptern und Flugzeugen gelöschten Feuer wurden zum Teil durch Brandstiftung von Bodenspekulanten ausgelöst. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt.

Auf Korsika kämpfen Feuerwehrleute und Löschflugzeuge seit Mittwoch gegen einen Waldbrand. Schon 170 Hektar sind zerstört.

Auch in mehreren Regionen Italiens toben schwere Brände. Eine 79-jährige Rentner ist am Donnerstag bei einem Brand ums Leben gekommen, der sich auf einem Grundstück nahe ihrer Wohnung in Sant'Omero in der Region Abruzzen entwickelt hatte. Ein 63-jähriger Mann wurde am Freitag wegen des Verdachts auf Brandstiftung in Rom festgenommen.

Das italienische Gesundheitsministerium rief am Freitag erneut für Städte im ganzen Land die höchste Warnstufe aus - darunter Rom, Neapel, Venedig und Florenz mit Temperaturen bis zu 42 Grad. In der Galerie der Uffizien in Florenz fiel zu allem Überfluss die Klimaanlage aus. Die ausgestellten Meisterwerke seien aber nicht in Gefahr, versicherte Direktor Eike Schmidt der Nachrichtenagentur Ansa.

Wasserknappheit wegen Schneeschmelze

Durch die Trockenheit wird die Hitzewelle zusätzlich erschwert. Berghütten im Trentino stellten mehrsprachige Plakate mit dem Appell an die Gäste auf, sparsam mit dem Wasser umzugehen und die Berghütte Gonella auf der italienischen Seite des Montblanc auf 3071 Metern Höhe musste wegen Wasserknappheit schliessen. Das Schneefeld, das die Berghütte mit Wasser versorgte, sei wegen der hohen Temperaturen weggeschmolzen, berichteten die Betreiber der Berghütte.

Zwar sind die Menschen in Spanien und Portugal im Sommer an hohe Temperaturen gewohnt, dieser Tage kommt es in vielen Regionen der iberischen Halbinsel allerdings ganz dick: In Spanien galt am Freitag in 16 der insgesamt 50 Provinzen des Landes aufgrund der extremen Hitze mit Temperaturen von bis zu 42 Grad die zweithöchste Alarmstufe.

Vor allem im Süden des Landes sowie auf Mallorca und Ibiza ist man auf Ventilator und Klimaanlage angewiesen. Dort wird das Thermometer nach Angaben der Meteorologen auch in den nächsten Tagen auf bis 39 Grad klettern. Schon seit Tagen köchelt die Insel bei Temperaturen um die 40 Grad vor sich hin. "Kaum auszuhalten", klagte die "Mallorca Zeitung". Das "Mallorca Magazin" warnte: "Hundstage gehen am Wochenende weiter".

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SDA-ATS