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Die CSU kann die kommenden fünf Jahre in Bayern alleine regieren. Bei der Landtagswahl am Sonntag konnte die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF deutlich zulegen und erreichte die absolute Mehrheit der Mandate.

Der bisherige Koalitionspartner FDP stürzte ab und scheiterte mit 3,0 Prozent klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Sozialdemokraten als stärkste Oppositionspartei verbesserten sich nur leicht auf 20,7 bis 20,9 Prozent. Die Grünen kamen auf 8,3 bis 8,5 Prozent und die Freien Wähler auf 8,4 bis 8,5 Prozent.

Die Partei Die Linke mit 2,1 und die Piraten mit 1,9 Prozent scheiterten ebenso an der Fünf-Prozent-Hürde wie eurokritische Alternative für Deutschland (AfD).

Die CSU käme im Landesparlament laut ARD auf 102 Sitze. Die SPD erhielte 43 Mandate, die Grünen 17 und die Freien Wähler 18.

Die Wahlbeteiligung erreichte den höchsten Wert seit 1998. Laut ZDF gaben 64,5 Prozent ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren hatte die Beteiligung bei 57,9 Prozent gelegen, bei der Wahl im Jahr 2003 waren es 57,1 Prozent.

Rückenwind für Merkel

Das Wahlergebnis bedeutet mit Blick auf die Bundestagswahl am nächsten Sonntag Rückenwind für das Regierungslager von Kanzlerin Angela Merkel. Für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der in Umfragen weit hinter Merkel liegt, gibt es keine positiven Impulse. Die Liberalen könnten im Bund womöglich mit Leihstimmen aus dem christdemokratischen Lager rechnen.

Die CSU ist die bayerische Schwesterpartei von Merkels CDU und tritt nur in Bayern an. In der Bundesregierung ist sie mit drei Ministern vertreten. Sie hat das flächenmässig grösste deutsche Bundesland fast die ganze Nachkriegszeit über regiert.

Sie schneidet meist deutlich besser ab als die CDU in den anderen deutschen Bundesländern. Die 9,5 Millionen Wahlberechtigten in Bayern entsprechen rund 15 Prozent der gesamten deutschen Wählerschaft.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die CSU eine historische Niederlage einstecken müssen. Die Christsozialen stürzten von 60,7 Prozent bei der Wahl 2003 um 17 Punkte auf nur noch 43,4 Prozent ab.

Der nur ein Jahr lang amtierende Ministerpräsident Günther Beckstein musste damals ebenso gehen wie Erwin Huber als Parteichef. Horst Seehofer wurde als eine Art Retter aus Berlin geholt.

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SDA-ATS