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Uli Hoeness hat seine Steueraffäre einen Riesenfehler genannt. In einem am Mittwoch in Auszügen vorab veröffentlichten Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" schildert sich der Präsident des FC Bayern München als ein Mann, der über viele Jahre exzessiv an der Börse spekuliert habe.

Grundlage dafür sei ein Kredit des früheren Adidas-Chefs Robert-Louis Dreyfus gewesen. In den Jahren 2002 bis 2006 habe er "richtig gezockt", räumte Hoeness ein.

Die Beträge seien "teilweise extrem" gewesen. "So kamen die Millionen auf das Konto, es war immer klar, das war ein Konto zum Zocken, für nichts anderes", wurde der Fussball-Manager zitiert.

Erst vor kurzem war bekanntgeworden, dass Hoeness im Januar mit einer Selbstanzeige die Hinterziehung von Steuern eingeräumt hatte. Gemäss Medienberichten soll er die Erträge von Kapitalanlagen in der Schweiz vor dem Fiskus verborgen haben.

Hoeness bestätigte, dass die Staatsanwaltschaft am 20. März im Morgengrauen sein Haus am Tegernsee durchsucht habe: "Ich war im Bademantel, und da stand die Staatsanwaltschaft vor der Tür. Da begann für mich die Hölle."

Der Wurstfabrikant und Fussball-Manager sprach von einer "grossen Torheit" und einem "Riesenfehler, den ich so gut wie möglich korrigieren will". Er habe "Riesenmist gebaut, aber ich bin kein schlechter Mensch", versicherte er.

Er habe schon lange vor dem Dreyfus-Kredit angefangen zu spekulieren: "Mal 50'000 Dollar, das war es. Das wurde heftiger, als alle an der Börse spielten, zur Zeit der grossen Internetblase."

Als die Blase geplatzt sei, habe er schwere Verluste gemacht, "ich war da richtig klamm". Das sei der Moment gewesen, "als Dreyfus mir anbot, lass uns was zusammen machen, er würde es finanzieren".

In dem Interview schliesst Hoeness gemäss Zeit Online kategorisch jegliche Verbindung dieses Kontos zum FC Bayern München aus: "Dieses Konto war ganz allein Uli Hoeness." Auch gebe es keine weiteren nicht erklärten Konten.

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SDA-ATS