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Das Erdbeben vor der nordostjapanischen Küste legt die japanische Wirtschaft lahm. In der betroffenen Region sind viele Produktionsstätten zerstört und Lieferwege unterbrochen. Zudem bremst die Stromknappheit die Unternehmen aus.

Hart getroffen hat es die Autoindustrie. Beim weltgrössten Autobauer Toyota stehen die Fliessbänder bis Mittwoch still. Die Grossbank Goldman Sachs schätzt den Schaden bei einem vollständigen Produktionsstopp auf 50 Mio. Euro pro Tag. Auch Honda und Nissan können derzeit nicht produzieren, wie die Unternehmen mitteilten.

Auch stark betroffen sind die Elektronik-, die Stahlindustrie- und die Futtermittelbranche. Unternehmen wie Sony, Canon, Toshiba, Sumitomo Metal Industries und Nippon Steel haben ihren Betrieb eingestellt. Die Futtermittelproduktion im Norden des Landes ist gemäss Branchenkennern komplett zum Erliegen gekommen.

Die Erdbebenkatastrophe in Japan dürfte nach einer ersten Schätzung der Credit Suisse einen wirtschaftlichen Schaden zwischen 170 Mrd. und 180 Mrd. Dollar verursacht haben.

Die Naturkatastrophe hat zudem zahlreiche Kraftwerke stark beschädigt. Neben der Gefahr eines Atom-Gaus herrscht in Japan deshalb eine Stromknappheit, was die Produktionfähigkeit der Unternehmen weiter einschränkt. In der Hauptstadt Tokio wird die Elektrizität bereits rationiert. Das führt vorübergehend zu vollständigen Stromausfällen.

Optimistischer Premierminister

Angesichts der immensen Schäden versuchte Japans Premierminister Naoto Kan zu beruhigen. Das Erdbeben werde schon bald durch den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen grosse Nachfrage schaffen. Dies führe schon bald wieder zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.

Kan hofft auf den so genannten "Kobe-Effekt". 1995 hatte ein Erdbeben in der japanischen Stadt Kobe grosse Schäden angerichtet. Dies versetzte der Ökonomie kurzfristig einen Dämpfer, kurbelte dann aber dank den Investitionen in den Wiederaufbau die Wirtschaft an.

Ein Analyst des japanischen Finanzunternehmens Nomura ging am Montag davon aus, dass sich die japanische Wirtschaft frühestens im dritten oder vierten Quartal des Jahres erholt. Nachdem die Wirtschaft letztes Jahr geschrumpft war, gingen Fachleute eigentlich bereits im Frühjahr von einer Erholung aus.

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SDA-ATS