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Hohe Strafen für Polizisten wegen Mord an Menschenrechtler im Kongo

Im Prozess um die Ermordung des prominenten Menschenrechtsaktivisten Floribert Chebeya hat ein Gericht in Kongo-Kinshasa vier Polizisten zum Tode verurteilt. Ein Polizist wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, drei weitere angeklagte Polizisten wurden freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe für fünf der Angeklagten gefordert sowie 20 Jahre Haft für die drei, die nun freigesprochen wurden.

Verurteilte auf der Flucht

Der 47-jährige Menschenrechtsaktivist Chebeya war am 1. Juni 2010 in der Hauptstadt Kinshasa ermordet worden. Der damalige Vorsitzende der Organisation "La Voix des Sans-voix" (Die Stimme der Stimmlosen) befand sich auf dem Heimweg von einer polizeilichen Vorladung und wurde einen Tag später tot auf dem Rücksitz seines Autos aufgefunden. Sein Fahrer wurde illegal festgenommen und ist seitdem nicht wieder aufgetaucht.

Drei der zum Tode Verurteilten befinden sich auf der Flucht: Der Chef der Eliteeinheit Simba, sein Leibwächter und der Protokollchef der Generalinspektion der Polizei.

Im Prozess vor dem Militärgericht in Kinshasa anwesend war der Oberst Daniel Mukalay, der ebenfalls die Höchststrafe erhielt, sowie die drei Polizeibeamten, die freigesprochen wurden. Seit dem Machtantritt von Präsident Joseph Kabila im Jahr 2001 ist die Todesstrafe im Kongo nicht mehr vollstreckt worden.

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