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Der Auftritt grosser Hollywood-Stars wie Leonardo DiCaprio hat am Mittwoch den Beginn des 66. Filmfestivals in Cannes eingeläutet. Der Eröffnungsfilm "The Great Gatsby" mit DiCaprio und Tobey Maguire in den Hauptrollen, wurde bei einer Voraufführung kühl aufgenommen.

Die Literaturverfilmung ist nicht im offiziellen Wettbewerb dabei. Den Hundert-Millionen-Dollar-Film mit 3D-Effekten nahmen die Medienvertreter in Cannes jedoch mit einem langen Schweigen auf, es gab sogar einige Pfiffe.

Vor der europäischen Premiere war das Werk des Australiers Baz Luhrmann bereits in den USA in den Kinos angelaufen und hatte teils harsche Kritik geerntet. Im Rennen um die Goldene Palme von Cannes sind 20 Filme von Regisseuren wie Roman Polanski, Steven Soderbergh, Jim Jarmusch, den Brüdern Joel und Ethan Coen oder Asghar Farhadi.

Erwartet werden auf dem roten Teppich von Cannes zahlreiche Stars wie Michael Douglas, Matt Damon und Alain Delon. Die Jury des Festivals wird von Erfolgsregisseur Steven Spielberg geleitet.

Er warnte zum Auftakt des Festivals vor Filmpiraterie: Dies sei wie "das Durchtrennen einer Pulsader", sagte der 66-Jährige. Doch gehe es bei der Verfolgung der Täter voran. Es würden Spuren gefunden, wie ein Film illegal im Internet auftauchen könne.

Jury spricht "Sprache des Kinos"

Beim Filmfestival in Cannes stehe nicht die Konkurrenz im Mittelpunkt, sagte Spielberg weiter: "Für mich ist das eine Möglichkeit, zwei Wochen lang den Film zu zelebrieren - und nicht zwei Wochen lang einen Wettbewerb zu haben."

In der neunköpfigen Jury sitzen neben Spielberg weitere Oscargewinner: Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz, Hollywood-Star Nicole Kidman und der aus Taiwan stammende Filmemacher Ang Lee. Mit Vidya Balan gehört zudem eine der bekanntesten Bollywood-Schauspielerinnen der Jury an.

"Wir sprechen zwar nicht alle dieselbe Sprache, dafür aber eine gemeinsame: die des Kinos", betonte Spielberg. Bei Waltz rief das Festival Erinnerungen an das Jahr 2009 wach. Damals gewann er für seine Rolle in "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino die Auszeichnung als bester Darsteller - sein Comeback in der Filmwelt.

"Ich muss zugeben: Als ich diese Stufen hochgelaufen und zum Photocall gegangen bin, habe ich vergessen, dass ich in einer Jury bin - die Erinnerungen sind noch zu stark!", sagte Waltz. Er werde sich nun jedoch darauf konzentrieren, ein Juror zu sein.

Tautou gibt Zeremonienmeisterin

Durch die Eröffnungsgala am Abend führt die als "Amélie" weltweit berühmt gewordene Französin Audrey Tautou. Sie hatte per SMS von ihrer Auswahl als Zeremoniemeisterin für Cannes erfahren.

"Das Angebot hat mich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht", erklärte Tautou. Sie habe "zwei oder drei Tage" überlegen müssen, ob sie das könne: "Am Ende habe ich mich geweigert, mir zu erlauben, von Angst beherrscht zu werden."

Der Abend wird durch ein Gala-Dinner abgerundet; dabei wird die einzige Drei-Sterne-Köchin Frankreichs, Anne-Sophie Pic, ihr Können zeigen. Das Filmfest endet am 26. Mai mit der Preisverleihung.

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SDA-ATS