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Auch gleichgeschlechtliche Paare sollen Kinder adoptieren dürfen. Nach dem Ständerat hat auch die vorberatende Kommission des Nationalrats dazu Ja gesagt. Sie will aber die Adoptionsmöglichkeit auf das Kind der Partnerin oder des Partners beschränken.

Die Rechtskommission des Nationalrates (RK) hat eine Motion aus dem Ständerat entsprechend abgeändert, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Dem abgeänderten Vorstoss stimmte sie mit 11 zu 8 Stimmen zu. Eine Minderheit beantragt, die Motion abzulehnen. Eine weitere Minderheit möchte an der Fassung des Ständerates festhalten.

Nach dem Willen des Ständerates sollen künftig alle Erwachsenen ungeachtet ihres Zivilstandes und ihrer Lebensform ein Kind adoptieren dürfen. Einzige Bedingung wäre, dass die Adoption für das Kind die beste Lösung ist. Die Befürworter im Ständerat machten indes deutlich, dass nicht die Adoption fremder Kinder, sondern jene von Partnerinnen und Partnern im Vordergrund stehe.

Gesellschaftliche Akzeptanz infrage gestellt

Der Bundesrat hatte sich für eine Formulierung ausgesprochen, wie sie nun die Nationalratskommission vorschlägt. Er begründete dies damit, dass eine uneingeschränkte Öffnung der Adoption für Schwulen- und Lesben-Paare gesellschaftlich nicht genügend akzeptiert sei.

Auslöser für die Motion war eine Petition. Diese verlangt ein Adoptionsrecht, das im Interesse des Kindes ist und nicht vom Zivilstand und der sexuellen Orientierung der adoptionswilligen Personen und Paare abhängt.

SDA-ATS