Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Bei den Protesten in Hongkong hat Regierungschef Leung Chun Ying ultimativ ein Ende der Blockaden bis Montag gefordert. Nach den Ausschreitungen zwischen Protestgegnern und Demonstranten rief Leung am Samstag beide Seiten eindringlich zur Ruhe auf.

Er verurteilte alle Gewalt und warnte, wenn die Zwischenfälle andauerten, könnte die Lage "sehr leicht ausser Kontrolle geraten". Es könne "ernste Konsequenzen für die Sicherheit der Bürger und die soziale Ordnung haben", sagte Leung in einer Videobotschaft.

Er kritisierte die Auseinandersetzungen zwischen Protestgegnern und Demonstranten besonders im Stadtviertel Mong Kok. "Es war sehr chaotisch - viele wurden verletzt, darunter auch Journalisten."

Die Regierung und Polizeikräfte seien entschlossen, "alle notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um die soziale Ordnung wiederherzustellen", bekräftigte der Regierungschef der weitgehend autonom regierten chinesischen Sonderverwaltungsregion.

Die Zugänge zu den Regierungsgebäuden und die Strassen in den Stadtteilen Central, Western und Wan Chai auf der Insel Hongkong müssten bis Montag wieder frei zugänglich sein, damit die Beamten wieder zur Arbeit und die Kinder wieder zur Schule gehen könnten.

19 Personen verhaftet

Es ist die schwerste politische Krise seit der Rückgabe der britischen Kronkolonie 1997 an China. Die Demonstrationen hatten sich an Beschlüssen des Pekinger Volkskongresses entzündet, 2017 zwar erstmals eine direkte Wahl in Hongkong zu erlauben, den Wählern aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern. Seit dem Souveränitätswechsel wird Hongkong weitgehend autonom regiert.

Zuletzt kam es vereinzelt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten. Wer hinter den Angriffen steht, war unklar.

Die Polizei der asiatischen Wirtschafts- und Finanzmetropole berichtete, bei gewaltsamen Übergriffen auf Aktivisten seien am Vortag 18 Menschen verletzt worden, darunter sechs Polizisten. 19 Menschen seien festgenommen worden.

Bei acht von ihnen vermutet die Polizei Verbindungen zu mafiaähnlichen, Triaden genannten Verbrecherbanden in der früheren britischen Kronkolonie. Aktivisten verdächtigten pekingfreundliche Kräfte, die Schläger geschickt zu haben.

Verhandlungsstopp und Protest gegen Gewalt

Aus Protest gegen die Gewalt waren in der Nacht allein im Geschäftsviertel Mong Kok mehr als Zehntausend Hongkonger auf die Strassen geströmt. Viele waren aufgebracht, weil sie das Gefühl hatten, dass Polizisten sich bewusst zurückgehalten hätten. Es kam zu chaotischen Szenen und gewaltsamen Zwischenfällen, bei denen die Polizei teilweise Schlagstöcke gegen Demonstranten einsetzte.

Die Polizei wies Vorwürfe zurück, nicht energisch genug gegen Provokateure vorgegangen zu sein. Als Reaktion auf die Vorfälle haben die Studentenführer die für Samstag geplanten Gespräche mit der Regierung zur Entspannung der Lage vorerst "ausgesetzt". Sie hätten das Vertrauen in die Behörden verloren.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS