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Fünf Wochen nach dem Tod eines Italieners durch Selbstverbrennung sind am Freitag rund hundert Menschen einem Protestaufruf seiner Witwe gefolgt. In Bologna gedachten sie denjenigen, die sich wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise "in grösster Hoffnungslosigkeit" selbst töteten.

Angesichts vieler krisenbedingter Selbstmorde müssten die Verantwortlichen in Italien "sich Fragen stellen und uns Antworten geben", sagte die Witwe Tiziana Marrone weiter. Ihr Mann hatte sich am 28. März vor der Finanzverwaltung in Bologna selbst angezündet. Mit seiner Tat löste er landesweit Entsetzen aus.

Die Selbstmordrate in Italien erhöhte sich zuletzt ausserdem. Seit Jahresbeginn nahmen sich nach Gewerkschaftsangaben bereits mindestens 32 Menschen wegen der Krise das Leben.

Die Regierung unter Ministerpräsident Mario Monti verfolgt einen rigiden Sparkurs, um den hohen Schuldenstand des Landes zu drücken. Die Arbeitslosenquote lag im März bei 9,8 Prozent.

SDA-ATS