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Bad Nenndorf - Mit einer überraschenden Aktion haben Gegendemonstranten am Samstag den geplanten Aufmarsch von Neonazis in Bad Nenndorf bei Hannover gestört. Der bewilligte Marsch der Rechtsextremen startete am Nachmittag mit Verspätung und unter Polizeischutz.
Eine Gruppe konnte mit einem Kleinbus samt Anhänger hinter die Polizeiabsperrung fahren, eine etwa 1,30 Meter hohe Betonpyramide abladen und vier Menschen anketten - nur 100 Meter vom geplanten Kundgebungsort der Rechtsextremisten entfernt.
Sympathisanten unterstützten sie mit einer Sitzblockade. Der Marsch der rund 850 Neonazis setzte sich daraufhin erst am Nachmittag mit deutlicher Verspätung in Bewegung. Beamte schirmten die Gegendemonstranten an der Pyramide ab.
Eine Gegenkundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) war bereits zuvor zu Ende gegangen. Dort hatten mehr als 1200 Teilnehmer gegen Rechts protestiert.
Die Demonstration war erst am Freitagabend vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg erlaubt worden, nachdem das Verwaltungsgericht Hannover sie verboten hatte. Den Aufmarsch der Rechten in dem Kurort hatten die Hannoveraner Richter jedoch erlaubt.
Nach Polizeiangaben verlief die Protestaktion gegen die Neonazis weitgehend friedlich, es gab aber einige Zwischenfälle. Vier Polizisten wurden unter anderem durch Fusstritte und eine Fahnenstange verletzt. Eine Frau wurde vorläufig in Gewahrsam genommen.
Im Jahr 2006 hatten sich Neonazis erstmals in Bad Nenndorf zu einem so genannten "Trauermarsch" getroffen, weil es in der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg ein Verhörzentrum der britischen Truppen gab, in dem nachweislich deutsche Häftlinge misshandelt wurden. Danach wuchs die Zahl der Teilnehmer in jedem Jahr.

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SDA-ATS