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Aus Protest gegen den drastischen Sparkurs der britischen Regierung sind in London Hunderttausende Menschen auf die Strasse gegangen. Bei der Kundgebung am Samstag warnten sie vor schmerzhaften Einschnitten in die Haushalte als Folge der Wirtschaftskrise.

Es war die bislang grösste Protestveranstaltung gegen die Regierung von Premier David Cameron. Konservative und Liberale haben angekündigt, die Neuverschuldung drastisch zu senken.

Im Zentrum der Hauptstadt kam es zu vereinzelten Ausschreitungen. Nach Polizeiangaben hätten die Randalierer aber nichts mit den Demonstranten zu tun gehabt. Nach Angaben der Organisatoren nahmen 250'000 Menschen an der riesigen Demonstration teil. Die Polizei sagte, sie werde keine Schätzung der Teilnehmerzahl abgeben.

Bereits am frühen Morgen hatten sich Tausende in der Nähe des Regierungssitzes versammelt, viele waren mit Sonderbussen aus dem ganzen Land angereist. Im Laufe des Tages zogen die Demonstranten durch die Innenstadt zu einer Kundgebung in den Hyde Park.

Der Gewerkschaftsverband TUC hatte angekündigt, dass die Demonstration die Grösste seit den Protesten gegen den Irak-Krieg 2003 werden solle. Rund 4500 Polizisten waren in London im Einsatz, um Gewaltausbrüche zu verhindern. Einige Gruppen hatten Aktionen wie das Besetzen grosser Geschäfte und Banken in der Innenstadt angekündigt.

Grösstenteils friedlich

Eine Gruppe von mehreren hundert schwarz gekleideten Demonstranten blockierte den Verkehr in der Innenstadt, zündete Feuerwerkskörper, warf Farben und Flaschen auf Bankgebäude und Geschäfte und schlug Scheiben ein. Der grösste Teil der Demo sei allerdings sehr friedlich verlaufen, teilten die Behörden mit. Viele Teilnehmer hatten ihre Kinder dabei. Der Zug wurde von Musikgruppen begleitet.

Unter den Demonstranten waren zahlreiche Angestellte des Öffentlichen Dienstes, die auf Plakaten und in TV-Interviews ihrer Wut Ausdruck gaben. Bei der Kundgebung im Hyde Park sprach unter anderem der Chef der sozialdemokratischen Labour Partei, Ed Miliband. Er gestand ein, dass "einige Einschnitte" nötig seien. Die derzeitige konservative Tory-Regierung gehe jedoch den falschen Weg.

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SDA-ATS