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In Galveston, dem Küstenvorort von Houston in Texas, sind Vorboten von Hurrikan "Harvey" schon angekommen.

KEYSTONE/AP/DAVID J. PHILLIP

(sda-ats)

In den US-Bundesstaaten Texas und Louisiana sind am Freitag hunderttausende Menschen vor dem gefährlichen Hurrikan "Harvey" in Sicherheit gebracht worden. Der texanische Gouverneur Greg Abbott bat US-Präsident Donald Trump um die Ausrufung des Notstands.

Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) stufte den Wirbelsturm, mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 200 Kilometern pro Stunde auf die dritte von fünf Hurrikan-Kategorien herauf.

"Wir können offensichtlich schon in diesem Stadium sagen, dass es eine sehr grosse Katastrophe sein wird", sagte Abbott über den Hurrikan. Nach seinen Worten entwickelte sich "Harvey" zu einem "sehr komplexen und gefährlichen Hurrikan". Es könnte der schwerste Sturm in den USA seit dem Hurrikan "Katrina" werden, bei dem im Jahr 2005 mehr als 1800 Menschen ums Leben gekommen waren.

Zuvor hatte das NHC vor "lebensbedrohlichen und zerstörerischen" Überschwemmungen in Texas und Louisiana gewarnt. Die Ankunft des Hurrikans in Texas wurde für Freitagabend (Ortszeit) erwartet.

Auch Ölplattformen geräumt

In Texas liefen die ersten Evakuierungen an. Mehrere Ölplattformen im Golf von Mexiko wurden geräumt. Mehrere Gemeinden des Bundesstaates riefen die Anwohner auf, ihre Häuser zu verlassen. "An alle, die sich noch nicht in Sicherheit gebracht haben: Tut dies rasch", hiess es auf der Website der texanischen Stadt Portland.

Gouverneur Abbott erklärte 30 Landkreise zum möglichen Katastrophengebiet. In Houston, der grössten Stadt auf der voraussichtlichen Route des Wirbelsturms, wurden die Schulen bis einschliesslich Montag vorsorglich geschlossen.

Trump will nach Texas reisen

Mit der Ausrufung des Notstands durch die Regierung in Washington könnten Bundesmittel zur Behebung der zu erwartenden Sturmschäden freigegeben werden. Trumps Berater für Innere Sicherheit, Tom Bossert, erklärte, der Präsident werde Abbotts Anliegen prüfen. Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders kündigte zudem in Washington an, der Präsident werde Anfang kommender Woche nach Texas reisen.

Örtliche Fernsehsender zeigten Menschen bei Hamsterkäufen in Supermärkten, Stop-and-go-Verkehr auf Autobahnen und lange Schlangen an Tankstellen. Der beste Rat, den er geben könne, laute: "Raus hier - und zwar jetzt!", sagte der Bürgermeister von Rockport, Patrick Rios.

Von den 9500 Einwohnern von Rockport hatten schätzungsweise 60 Prozent den Ort verlassen. Die Verbliebenen forderte der Bürgermeister schroff auf, sich ihre Sozialversicherungsnummer auf den Arm zu schreiben, damit sie als Tote identifiziert werden könnten.

In Corpus Christi, einer weiteren texanischen Küstenstadt, wurde der Flughafen evakuiert. Einem Bericht des Fernsehsenders CNN zufolge wurden zehn Neugeborene aus Furcht vor längeren Stromausfällen im Krankenhaus in eine Einrichtung weiter landwärts gebracht.

Mobile Häuser besonders in Gefahr

Viele Einwohner der Stadt stapelten Sandsäcke aufeinander, um gegen "Harvey" gewappnet zu sein. Das NHC warnte vor der "vollständigen Zerstörung mobiler Häuser" und kündigte an, dass einige Gebiete "für Wochen oder Monate unbewohnbar" sein könnten.

Für das benachbarte Louisiana wird ebenfalls heftiger Regen durch "Harvey" erwartet. Sorgen gibt es vor allem in New Orleans, dem Zentrum der "Katrina"-Katastrophe vor zwölf Jahren. Der Bürgermeister der Grossstadt, Mitch Landrieu, erklärte, Rettungsfahrzeuge und Boote stünden bereit. Evakuierungen waren in New Orleans zunächst nicht vorgesehen.

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SDA-ATS