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Ein überschwemmter Stadtteil von Havanna.

KEYSTONE/EPA EFE/ERNESTO MASTRASCUSA

(sda-ats)

Der Hurrikan "Irma" hat in Kuba zehn Menschen in den Tod gerissen. Sieben Menschen seien in der Provinz Havanna ums Leben gekommen, wie der Zivilschutz am Montag mitteilte. Drei weitere Menschen wurden demnach in Matanzas, Ciego de Ávila und Camagüey getötet.

In der Hauptstadt Havanna erlitten zwei Männer tödliche Stromschläge von zerrissenen Kabeln. Zwei Frauen wurden im Zentrum getötet, als ein Balkon im vierten Stock abbrach und auf einen Bus stürzte, wie es im Bericht des Zivilschutzes hiess. Eine Frau wurde vor ihrem Haus in einer überschwemmten Strasse entdeckt.

"Irma" hatte Havanna hart getroffen. Hohe Wellen überspülten die Uferpromenade Malecón. Das Wasser drang über 500 Meter ins Stadtzentrum vor. "Soweit kam das Wasser bisher noch nie", sagte die Chefin des Zivilschutzes in der Hauptstadt, Mercedes López. 10'000 Menschen wurden allein in Havanna in Sicherheit gebracht.

Kuba ist hurrikanerprobt, der Zivilschutz funktioniert gut. Allerdings sind vor allem im historischen Zentrum von Havanna zahlreiche Gebäude baufällig und halten extremen Wetterbedingungen nicht stand.

Die Opfer ausserhalb Havannas kamen ums Leben, als ihre Häuser einstürzten. Sie hätten den Anweisungen der Behörden nicht Folge geleistet und seien daheim geblieben, statt sich in Notunterkünften in Sicherheit zu bringen, teilte der Zivilschutz mit.

Grosse Schäden im Norden Kubas

Im Norden Kubas richtete der Tropensturm erhebliche Schäden an. Besonders schlimm wurde unter anderem die Provinz Villa Clara getroffen. In dem Fischerort Caibarién wurden reihenweise Hausdächer abgedeckt, Bäume entwurzelt, es kam zu schweren Überschwemmungen.

"Irma" war in der Nacht zum Samstag mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Kilometern pro Stunde auf Kuba getroffen. Tausende Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht. Die Regierung rief Hurrikan-Warnungen für mehrere Provinzen aus.

Florida unter Wasser

Nach seinem verheerenden Zug über den Süden Floridas setzte der abgeschwächte Wirbelsturm "Irma" auch im Zentrum und Norden von Florida weite Landstriche unter Wassert. Der zeitweise als einer der stärksten Atlantikstürme eingestufte Hurrikan zog am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde über Tampa und Orlando hinweg.

Zuvor hatte der Sturm vor allem an der Westküste der Halbinsel gewütet: Dächer wurden abgedeckt, Strassen überflutet und Bäume entwurzelt. Umgeknickte Strommasten führten zu massiven Stromausfällen. Präsident Donald Trump rief für den "Sunshine State" den Katastrophenfall aus. Rund 200'000 Menschen harrten weiter in Notunterkünften aus.

Das US-Hurrikan-Zentrum stufte den Wirbelsturm am Montag auf die Kategorie 1 zurück. Bis "Irma" im Laufe des Tages den Norden Floridas und den Süden Georgias erreicht, dürfte es sich nur noch um einen Tropensturm handeln. Am Sonntag war "Irma" noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde über das südliche Florida hinweggezogen.

Drittel der Bevölkerung verlässt Häuser

Mit rund 6,5 Millionen Menschen war rund ein Drittel der Bevölkerung Floridas zum Verlassen der Häuser aufgefordert worden. Viele Menschen suchten bei Verwandten in anderen Landesteilen Schutz, Notunterkünfte waren zum Teil überfüllt.

Über fünf Millionen Haushalte und Unternehmen waren ohne Strom. Es dürfte nach Einschätzung der Energieversorger Wochen dauern, bis die Schäden an Stromleitungen und -anlagen behoben sind.

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SDA-ATS