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IKRK-Präsident Peter Maurer (rechts) beim Treffen mit dem Hamas-Chef im Gazastreifen, Jahia Sinwar (links).

KEYSTONE/EPA/MOHAMMED SABER

(sda-ats)

Der IKRK-Präsident Peter Maurer hat sich am Dienstag mit dem Chef der Hamas im Gaza-Streifen getroffen. Er machte sich im Rahmen seines dreitägigen Besuchs in Israel und im palästinensischen Gebiet ein Bild von der humanitären Lage im blockierten Gaza-Streifen.

Er habe mit Jahia Sinwar, dem im Februar ernannten Vorsitzenden des Hamas-Politbüros im Gaza-Streifen, gute Diskussionen über die humanitäre Situation und die internationalen humanitären Rechte gehabt, sagte Maurer nach dem Treffen. Die Hamas kontrolliert den Gaza-Steifen. Sie wird von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Mit Blick auf den blockierten Gaza-Streifen habe er der Bevölkerung sowie den Behörden versichert, dass das IKRK weiterhin sein Bestes geben werde, um denjenigen zu helfen, die es am meisten benötigten.

Die palästinensische Enklave im Gaza-Streifen und ihre rund zwei Millionen Bewohner unterliegen seit zehn Jahren einer israelischen Blockade. Israel argumentiert, die Abriegelung sei notwendig, um die radikalislamische Hamas davon abzuhalten, Angriffe auf sein Land auszuführen.

Im Jahr 2013 riegelte auch Ägypten seine Grenze zum Gazastreifen weitgehend ab. Das ägyptische Nachbarland hatte der Hamas mehrmals vorgeworfen, Terrorgruppen auf der Sinai-Halbinsel zu unterstützen. Der ärmliche Norden der Sinai-Halbinsel ist in Ägypten eine Hochburg der Extremisten.

Blockade erstickt Wirtschaft

Die Blockade erstickt die Wirtschaft im Gaza-Streifen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 42 Prozent, 80 Prozent der Bewohner sind gemäss der Weltbank von Hilfen abhängig. Die UNO und humanitäre Organisationen sind wichtige Akteure, darunter insbesondere die UNO-Agentur für palästinensische Flüchtlinge.

Ende August besuchte auch der UNO-Generalsekretär Antonio Guterres das palästinensische Gebiet und forderte Israel und Ägypten dazu auf, die Blockade aufzuheben. Er nannte die Situation "eine der dramatischsten humanitären Krisen", die er je gesehen habe.

Dort, wo Gaza an die Wüste grenzt, leidet die Bevölkerung an einem permanenten Mangel an Wasser und Elektrizität. Gemäss der UNO könnte dieser Teil bis 2020 "unbewohnbar" sein.

Im Rahmen seiner dreitägigen Reise nach Israel und in die Palästinensergebiete wird Peter Maurer in Ramallah den Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und in Jerusalem Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu treffen.

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SDA-ATS