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Davos wird kommende Woche wieder für einige Tage zur Welthauptstadt. Die Liste der Teilnehmer am Weltwirtschaftsforum (WEF) ist so illuster und schwergewichtig wie noch nie, wie die Organisatoren am Mittwoch ankündigten.

Die Eröffnungsansprache hält der russische Präsident Dmitri Medwedew. Neben ihm haben vier weitere Regierungschefs der G8-Staaten ihr Kommen zugesagt: der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der dieses Jahr auch die G8 präsidiert, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister David Cameron und der japanische Premier Naoto Kan.

Aus den USA will unter anderen Finanzminister Timothy Geithner anreisen. Präsident Barack Obama dagegen hält kommende Woche seine Rede zur Lage der Nation. Erwartet werden auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sowie Minister aus 19 Staaten der G20.

Insgesamt wollen 35 Regierungschefs und über 80 Minister nach Davos reisen. Sie sollen in rund 250 Sessionen vom 26. bis 30. Januar mit insgesamt 2500 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutieren. Rund die Hälfte der Teilnehmer stellen die Unternehmen, die als Mitglieder das WEF finanzieren.

Immer komplexere Welt

Das Motto des 41. WEF-Jahrestreffens lautet "Gemeinsame Normen für eine neue Realität". Damit meint WEF-Gründer Klaus Schwab, dass sich die politische und wirtschaftliche Macht von West nach Ost und von Nord nach Süd verlagere und sich die Technologie rasant entwickle.

Gleichzeitig bestünden im neuen Zeitalter der Post-Globalisierung Tendenzen eines globalen Burn-outs: Viele handelten nicht mehr "proaktiv, sondern reaktiv wie eine Feuerwehr", sagte Schwab vor den Medien am WEF-Sitz in Cologny bei Genf.

Vier Bundesräte

Auch Bundesräte nutzen die Gelegenheit, Kontakte zu Regierungschefs anderer Länder zu knüpfen: Ihr Kommen angekündigt haben Doris Leuthard, Micheline Calmy-Rey, Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider-Ammann.

Bundespräsidentin Calmy-Rey wird die Teilnehmer mit einer Eröffnungsrede Willkommen heissen. Volkswirtschaftsminister Schneider-Ammann organisiert am Rande des WEF das fast schon zur Tradition gewordene Treffen für eine Wiederbelebung der Doha-Liberalisierungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO).

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SDA-ATS