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Bei einem Erdrutsch vom Mittwochabend im Malcantone sind eine Frau und ihr kleines Töchterchen ums Leben gekommen. Ihr Rustico in Curio wurde von rund 1000 Kubikmetern Erdreich zerstört. Die Retter nehmen an, dass die Frau und das Kind in den Trümmern erstickten.

Bilder von Onlinemedien vom Unglücksort in Bombinasco, einem Ortsteil der westlich von Lugano gelegenen Gemeinde Curio, zeigen einen Trümmerhaufen und darum herum verstreuten Hausrat. Die Retter waren schon am Mittwochabend davon ausgegangen, dass die Frau und das Kind im Haus eingeschlossen waren.

In der Region gut bekannt

Etwa 80 Personen - Polizisten, Feuerwehrleute und Zivilschützer - nahmen mit Hunden die Suche auf. Um 4.30 Uhr am Donnerstag wurden sie fündig: Im Erdgeschoss fanden sie die Leichen der 31-jährigen Mutter und ihres dreijährigen Töchterchens. Sie dürften erstickt sein, wie es an einer Medienkonferenz in Novaggio hiess.

Die umgekommene 31-jährige Frau war in der Gegend gut bekannt. Sie hatte als Köchin in einer Schule in Novaggio gearbeitet - diese Ortschaft gehört ebenfalls zur Gemeinde Curio. Den Angehörigen der Frau und auch den Kindergarten-Kameraden des Mädchens wurde psychologische Hilfe angeboten.

Bundespräsident kondoliert

Bundespräsident Didier Burkhalter drückte den Angehörigen der beiden Opfer in einer Botschaft sein Beileid aus, nachdem er über den Erdrutsch informiert worden war. Den Rettungsteams, die unter schwierigen Bedingungen in der Nacht versucht hatten, der Frau und dem Kind zu helfen, sprach er seinen Dank aus.

Im Tessin hatte es seit Montagabend stark geregnet. Rund 1000 Kubikmeter abgeglittener Lehm, Erde und entwurzelte Kastanienbäume zerstörten am Mittwoch das Rustico. Zu diesem Zeitpunkt waren die Frau und das kleine Mädchen allein im Haus. Das vor zwei Jahren renovierte Gebäude stand ungefähr 150 Meter vom Wald entfernt.

Seit Menschengedenken habe es in dieser Region kein derart tragisches Ereignis mehr gegeben, sagte der Feuerwehrkommandant von Novaggio an der Medienkonferenz.

Nicht in Gefahrenzone

Der Tessiner Baudirektor Claudio Zali sagte im Tessiner Radio RSI, dass das betroffene Gebiet nicht in einer Gefahrenzone liege. Eine Überprüfung des Gefahrenzonen-Monitorings schloss er aber nicht aus.

In der Nacht und am frühen Donnerstagmorgen war zunächst von einem rund vier Mal so grossen Erdrutsch die Rede gewesen, nämlich von rund 4500 Kubikmetern abgerutschten Materials. Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Donnerstag korrigierte der Kantonsgeologe nach einem Augenschein vor Ort die Zahl.

Die Strasse zwischen den Ortschaften Banco und Astano, die in der Nähe des Unglücksortes vorbeiführt, wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. Sie war am Donnerstag deshalb nicht befahrbar.

An einigen Orten im Tessin regnete es vom Montagabend bis zum Donnerstagmorgen praktisch pausenlos. Örtlich wurden bis um 9 Uhr mehr als 250 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert, wie Meteonews meldete. Im Raum Lugano wurden rund 180 Liter gemessen.

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SDA-ATS