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Die Schweizer Imker fordern, dass der Einsatz von drei Pflanzenschutzmitteln, die im Verdacht stehen das Bienensterben mitzuverursachen, weiterhin eingeschränkt bleibt. Es brauche gründlichere Verträglichkeitsprüfungen.

Diese Begehren richtete der schweizerische Imker-Branchenverband in einem Brief an Bundesrat Johann Schneider-Ammann, wie apisuisse am Dienstag mitteilte. Die Imker stützen sich dabei auf eine Studie, welche die Universität Bern vergangene Woche veröffentlicht hat.

Die Forschenden hatten gezeigt, dass zwei Insektizide - Thiamethoxam und Clothianidin - die Fortpflanzung der Bienenköniginnen beeinträchtigen. Die Stoffe könnten somit für die Verluste von Bienenvölkern mitverantwortlich sein, resümierten die Studienautoren.

Andere Untersuchungen hatten früher bereits Hinweise darauf gegeben, dass Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonicotionoide die Bienen beeinträchtigen, zum Beispiel indem sie ihr Lernvermögen und ihre Orientierungsfähigkeit stören. Die Hersteller der Pestizide stellen den Zusammenhang zwischen den Chemikalien und dem Bienensterben hingegen infrage.

Mehr Forschung nötig

Für die drei Pflanzenschutzmittel Clothianidin, und Imidacloprid vom deutschen Bayer-Konzern sowie Thiamethoxam von Syngenta gilt seit knapp zwei Jahren ein Moratorium. So darf Raps- und Maissaatgut nicht vorbeugend mit diesen Wirkstoffen behandelt werden. Das Moratorium läuft aber Ende Jahr aus.

"Die Forschung braucht eine Fristverlängerung zur Klärung weiterer unerwünschter Auswirkungen auf Honig- und Wildbienen", wird apisuisse-Präsident und Nationalrat Bernhard Guhl (BDP/AG) in der Mitteilung zitiert.

Obwohl die heutige Landwirtschaft nicht mehr ohne Pflanzenschutzmittel auskomme, sollten diese vor dem Einsatz im Feld auf deren Auswirkungen getestet werden, heisst es weiter. Nur gesunde Bienen könnten die für die Natur und die Lebensmittelversorgung so wichtige Bestäubungsleistung erbringen.

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SDA-ATS