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Für bessere Konzentration und Leistungsfähigkeit nehmen immer mehr junge Menschen Psychopharmaka. Weltweit ist der Gebrauch der Substanz Methylphenidat zwischen 2012 und 2013 um 66 Prozent gestiegen.

Dies geht aus einem Bericht des UNO-Drogenkontrollrats (INCB) hervor.

Methylphenidat wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt. In den USA litten inzwischen elf Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 4 und 17 Jahren laut Diagnosen unter ADHS, teilte der INCB am Dienstag in Wien mit.

Der weltweit starke Anstieg des Gebrauchs der Substanz könnte laut INCB unter anderem auf einen Mangel an genauen Verschreibungsrichtlinien zurückzuführen sein. ADHS-Symptome treten in den unterschiedlichsten Ausprägungen auf.

Methylphenidat kann eingesetzt werden, um die Betroffenen ruhiger zu machen und ihre Aufmerksamkeit zu steigern. Häufig wird die Gabe von Medikamenten mit einer Psychotherapie kombiniert.

Insgesamt registrierte der Drogenkontrollrat einen weiteren Anstieg von psychoaktiven Substanzen. Binnen eines Jahres sei die Zahl dieser Stoffe von 348 auf 388 gestiegen. "Das Ausmass des weltweiten Gebrauch dieser Stoffe veranschaulicht die Dynamik des Drogenproblems", heisst es in dem Bericht.

INCB überwacht die Einhaltung der Drogenkontrollabkommen der UNO. Der Kontrollrat soll die Verwendung von Chemikalien zur illegalen Herstellung von Drogen verhindern, aber auch eine angemessene Versorgung für Medizin und Forschung ermöglichen.

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SDA-ATS