Der Südafrikaner Daryl Impey feiert in der 9. Etappe der Tour de France von Saint-Etienne nach Brioude seinen ersten Tagessieg im Rahmen der Frankreich-Rundfahrt.

Impey, der erste südafrikanische Etappensieger seit Robert Hunter vor zwölf Jahren, setzte sich nach 170 Kilometern im Zweiersprint gegen den Belgier Tiesj Benoot durch. Dritter mit einem Rückstand von zehn Sekunden wurde der Slowene Jan Tratnik.

Das Trio gehörte einer ursprünglich 15-köpfigen Spitzengruppe an, das sich früh abgesetzt hatte. Die Ausreisser holten rasch einmal einen grossen Vorsprung heraus. Und weil in der Gesamtwertung keiner dieser Fahrer eine Gefahr darstellte, liess das Feld die Flüchtlinge auf dem hügeligen Parcours mit einem Bergpreis der ersten und zwei der dritten Kategorie gewähren.

Die Gruppe mit allen Favoriten auf den Gesamtsieg und Leader Julian Alaphilippe erreichte das Ziel in Brioude mit einem Rückstand von knapp sechzehneinhalb Minuten. Alaphilippe bekundete keine Probleme, am französischen Nationalfeiertag das "Maillot jaune" zu verteidigen. Alaphilippe, der sich das Gelbe Trikot am Vortag zurückerobert hatte, führt weiterhin 23 Sekunden vor dem Italiener Giulio Ciccone und 53 Sekunden vor seinem Landsmann Thibaut Pinot.

Während sich an der letzten Steigung des Tages Impey und Benoot im Kampf um den Tagessieg entscheidend lösen konnten, neutralisierten sich hinten die Klassementsfahrer. Als Einziger wagte Romain Bardet einen Angriff. Der in der Region geborene Franzose und Teamkollege von Mathias Frank wurde vom Team Ineos um Vorjahressieger Geraint Thomas aber rasch wieder gestellt.

Schwerer Sturz von De Marchi

Die Etappe wurde überschattet von einem schweren Sturz des Italieners Alessandro De Marchi. Der Teamkollege von Michael Schär in der Equipe CCC kam bereits zehn Kilometer nach dem Start zu Fall und blieb zunächst regungslos liegen. De Marchi wurde anschliessend mit der Ambulanz abtransportiert.

Das Resultat der Untersuchungen in Saint-Etienne: ein gebrochenes Schlüsselbein, eine gebrochene Rippe, eine Lungenprellung und mehrerer oberflächliche Prellungen, dazu eine Risswunde oberhalb des linken Auges. Der Italiener wird gemäss CCC-Teamarzt Max Testa in den nächsten 24 bis 48 Stunden überwacht. Dabei soll entschieden werden, ob eine Operation zur Fixierung des gebrochenen Schlüsselbein notwendig ist. De Marchi muss mehrere Wochen pausieren.

Auf dem Weg nach Brioude waren die Sprinter wegen des hügeligen Parcours chancenlos. Ihr Terrain kommt am Montag wieder, der letzten Etappe vor dem ersten Ruhetag. Auf den 217,5 Kilometern von Saint-Flour nach Albi sind zwar drei Berge der dritten sowie ein Berg der vierten Kategorie zu überwinden, nach der letzten Bergwertung sind es aber noch 53 Kilometer bis ins Ziel.

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