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Am morgigen Sonntag wird die Uhr wieder um eine Stunde verstellt. Das System der Sommerzeit ist ein kontroverses Thema mit einer hundertjährigen Geschichte. (Symbolbild)

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Die Nacht auf morgen wird um eine Stunde gekürzt, dafür bleibt es am Abend wieder länger hell. Um 2 Uhr werden die Uhren auf 3 Uhr vorgestellt - es ist Sommerzeit. Diese dauert bis zum 29. Oktober.

In der Schweiz wurde die Sommerzeit 1981 eingeführt. Sie folgte damit den umliegenden Ländern und verhinderte so, zur "Zeitinsel" zu werden. Seither werden die Uhren jeweils am letzten Sonntag im März eine Stunde vorgestellt, am letzten Sonntag im Oktober werden sie wieder zurückgedreht.

Die Umstellung zur Sommerzeit ist für die meisten Menschen weitaus schwerer als die Rückkehr zur Winterzeit. Nach Angaben von Biologen reagiert der Körper auf die Sommerzeit ähnlich wie bei einem Flug nach Osten, schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Der Wechsel zur Winterzeit entspreche hingegen einem Flug nach Westen. Es sei sehr viel einfacher, die innere Uhr zu verzögern als sie zu beschleunigen.

Vor allem bei sensiblen Menschen kann die Zeitumstellung die "innere Uhr" durcheinanderbringen, was vorübergehend zu Müdigkeit, Schlafstörungen und Verstimmungen führen kann. Insbesondere in der Woche nach der Zeitumstellung sind die Menschen deutlich unzufriedener, wie Experten der Universität Erlangen-Nürnberg herausfanden.

Betroffen sind vor allem Menschen mit starken zeitlichen Beschränkungen wie berufstätige Eltern mit Kindern. Ihre Lebenszufriedenheit erreicht gemäss der Studie in der Regel in der zweiten Woche nach der Umstellung das Ausgangsniveau. Nicht erwerbstätige Erwachsene ohne Kinder können dagegen weitaus flexibler reagieren. Meist ist für sie noch in der Woche nach der Zeitumstellung alles wieder beim Alten.

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SDA-ATS