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Nach Ausschreitungen rivalisierender Gruppen hat die ägyptische Armee am Mittwoch den Tahrir-Platz im Kairoer Zentrum gewaltsam geräumt. Mehrere Dutzend Dauerbesetzer wurden vom Platz gedrängt, 20 Menschen erlitten nach Angaben von Ärzten leichte Verletzungen.

Der Tahrir-Platz war das Zentrum der 18-tägigen Proteste, die vor einem Monat zum Sturz von Präsident Husni Mubarak führten. Bis zur Räumung hielten sich dort noch Demonstranten auf. Sie verlangten die Freilassung aller politischer Gefangener sowie Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen des Mubarak-Regimes.

Auf dem symbolträchtigen Platz war es am Mittwochnachmittag zu Ausschreitungen gekommen. Bewaffnete griffen hunderte Anhänger der Demokratiebewegung mit Messern und Macheten an. Diese wehrten sich mit Steinen und Stöcken, wie Augenzeugen berichteten. Schliesslich schritt die Armee in das Geschehen ein. Einige Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen.

Die Angriffe machten erneut das Sicherheitsvakuum in Ägypten deutlich, das durch den Niedergang der in Verruf geratenen Polizei entstanden worden ist. Sie hatte sich im Januar von den Strassen zurückgezogen. Seit dem Umsturz ist das Militär an der Macht.

Ägypten befindet sich derzeit in einer instabilen Phase. Die Armeeführung versucht an verschiedenen Fronten, die Ordnung wiederherzustellen.

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SDA-ATS