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Indonesische Fans von Lady Gaga haben sich mit Trauergebinden vor dem Bung Karno Stadium in Jakarta versammelt. Am Sonntagabend hätte dort ein ausverkauftes Gaga-Konzert stattfinden sollen.

Doch eine kleine Gruppe von radikalen Islamisten drohte mit Gewalt und die US-Sängerin sagte die Veranstaltung ab. Schon zuvor hatte die Polizei ihr wegen der Proteste der Islamisten eine Auftrittsgenehmigung verwehrt.

Vor dem Stadion protestierten die Gaga-Fans mit niedergelegten Blumen gegen das "Ende der freien Meinungsäusserung" in dem südostasiatischen Land, berichtete die Tageszeitung "Jakarta Post". Fans in schwarzer Trauerkleidung versammelten sich auch vor dem Präsidentenpalast um gegen die Konzert-Absage zu protestieren.

Sie sangen und tanzten zu den Hits der exzentrischen US-Sängerin. "Die Absage war nicht nur ein Angriff auf unser Idol, sondern auch auf die Werte, die sie mit ihrer Musik vertritt - Gleichheit, Humanität, Mitgefühl und Vielfalt", sagte Fan Fia Rahmatia.

Eine Mehrheit lehnt radikalen Islamismus ab

Etwa 88 Prozent der rund 240 Millionen Einwohner Indonesiens sind Muslime, die Mehrheit von ihnen lehnt radikalen Islamismus ab. Doch kleine radikale Gruppen sind in den vergangenen Jahren immer präsenter geworden. Es ist nicht das erste Mal, dass Lady Gaga Proteste in Asien hinnehmen muss.

Vor ihren Shows in Südkorea und auf den Philippinen hatten konservative Christen gegen die Konzerte demonstriert. Lady Gagas Auftritte in Seoul und Manila fanden aber wie geplant statt. Die mehrfache Grammy-Gewinnerin wird auch in der Schweiz erwartet: für 26. und am 27. September sind zwei Konzerte in Zürich angekündigt.

SDA-ATS