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Wer absteigt, will auch wieder hoch: Ingolstadt und Darmstadt 98 starten mit klaren Vorstellung in die Zweitliga-Saison. Doch auch Braunschweig und weiteren Klubs wird der Aufstieg zugetraut.

Ausgeglichen wie lange nicht startet die 2. Bundesliga in ihre neue Saison. Neben den Absteigern Ingolstadt und Darmstadt mit Schweizer Akteuren zählen auch eine Reihe weiterer Klubs zu den möglichen Aufstiegsanwärtern. Ein Blick auf die Vereine mit den vermeintlich grössten Chancen:

FC Ingolstadt

Wie schnell gewöhnt sich der Absteiger wirklich an das neue Umfeld 2. Bundesliga? Das ist eine grosse Sorge von Trainer Maik Walpurgis. "In den letzten Jahren hat man gesehen, wie schwer es Absteiger haben, auch mental anzukommen", mahnte der 43-Jährige. Die Schanzer wollen aber sofort zurück.

Der Kader um den Berner Florent Hadergjonaj oder ehemaligen Luzerner Dario Lezcano verfügt über Qualität. Speziell im Mittelfeld konnte eine Stütze wie Almog Cohen jedoch verletzungsbedingt nur Teile der Vorbereitung mitmachen. In der Offensive muss der FCI noch mehr Durchschlagskraft entwickeln.

Eintracht Braunschweig

Nach dem verpassten Aufstieg in den Relegationsspielen gegen den VfL Wolfsburg haben die Braunschweiger ruhig weitergearbeitet. Das Duo mit Trainer Torsten Lieberknecht und Manager Marc Arnold hat wenig im Kader geändert und gerade einmal vier neue Spieler geholt. Zum Aufgebot gehören mit Salim Khelifi und dem für zwei Wochen in den Nachwuchs verbannten Innenverteidiger Saulo Decarli auch zwei Schweizer.

Die Braunschweiger werden von der Konkurrenz wieder weit oben erwartet, sind selber aber zurückhaltend. "Viele Mannschaften lassen sich nicht richtig einschätzen, da müssen erst ein paar Spieltage absolviert werden", sagte Lieberknecht.

Union Berlin

Nach der besten Saison seiner Zweitliga-Geschichte mit Rang vier ist die Euphorie bei Union gross. Präsident Dirk Zingler spricht offen vom Ziel Aufstieg, der "nächste Schritt" soll ein Platz unter den Top-Drei sein.

Auch der geplante Ausbau des Stadions An der Alten Försterei bis 2020 zur 37 000-Zuschauer-Arena zeigt die Ambitionen. Der Kader von Coach Jens Keller erscheint breiter als in der Vorsaison. Offensiv soll der frühere Dresdner Akaki Gogia für Gefahr sorgen, vom SC Freiburg wurde der erfahrene Marc Torrejon für die Innenverteidigung geholt.

Darmstadt

Der einstige Champions-League-Finalist Hamit Altintop im zentralen Mittelfeld, Weltmeister Kevin Grosskreutz auf dem Flügel, Profis wie Jan Rosenthal und Peter Niemeyer im Team: Für Zweitliga-Verhältnisse ist der Darmstädter Kader sehr prominent besetzt. Besser sogar als im vergangenen Bundesliga-Jahr, sagen viele. Im Tor dürfte der Aargauer Joël Mall (kam von den Grasshoppers) die Saison als Nummer 2 hinter Daniel Heuer Fernandes beginnen.

Vom direkten Wiederaufstieg spricht aber zumindest bei den "Lilien" niemand. "Man darf nicht vergessen, dass Darmstadt noch vor vier Jahren in der Dritten Liga gespielt hat", sagte der nicht minder prominente Trainer Torsten Frings dem HR. "Viele Vereine haben einen jahrelangen Vorsprung, was das Finanzielle oder die Infrastruktur und das Stadion betrifft."

St. Pauli

Auch der FC St. Pauli, das die Saison mit dem heutigen Auswärtsspiel in Bochum eröffnet, wurde bei einer Umfrage unter den 18 Zweitliga-Trainern nach der starken Rückrunde 16/17 (drittbeste Bilanz hinter den Aufsteigern Stuttgart und Hannover) dreimal als Kandidat für die Promotion gehandelt.

Bei den Hamburgern steht mit Joël Keller (voraussichtlich bis 2018) ein Schweizer unter Vertrag, der bislang zehn Mal zum Einsatz kam. Der 22-jährige Verteidiger aus dem Aargau hatte im August 2015 von der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg zu St. Pauli gewechselt. Im Trainingslager in Österreich fehlte Keller wegen den Nachwirkungen einer Nasenoperation. Entsprechend wird er zum Saisonstart nicht mit der ersten Mannschaft auflaufen.

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SDA-ATS