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Bern - Todesstrafe nach Mord mit sexuellem Missbrauch: Das verlangt eine Volksinitiative, die zurzeit von der Bundeskanzlei formell geprüft wird. Vizekanzler André Simonazzi bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Freitag.
"Wir haben die Initiative vor rund vier Wochen zur Prüfung eingereicht", sagte Marcel Graf, Vertreter der Initianten, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Hinter dem Komitee steht laut Graf keine politische Gruppierung. Die Mitglieder stammten aus dem Umfeld eines Opfers.
Inhaltliche Angaben zur Initiative konnte der Komitee-Sprecher noch keine machen: "Wir wollen warten, bis die Prüfung durch die Bundeskanzlei offiziell abgeschlossen ist." Er wisse, dass die Todesstrafe umstritten sei, sagte Marcel Graf. "Wenn aber nur ein Opfer verhindert werden kann, hat es sich schon gelohnt."
Amnesty: Todesstrafe verhindert kein VerbrechenDem kann Daniel Graf, Sprecher der Menschenrechtsorganisation Amnesty International Schweiz, nichts abgewinnen. "Die Todesstrafe verhindert keine Verbrechen", sagte Graf auf Anfrage der SDA. Das belegten zahlreiche Studien.
Er könne nachvollziehen, dass Angehörige von Opfern schlimmer Gewaltverbrechen über die Todesstrafe nachdachten. "Diese Initiative spricht den Bauch an", sagte Graf. Bei klarem Nachdenken sollte allerdings jeder zum Schluss kommen, dass die Todesstrafe - eine grausame Bestrafungsmethode - abgelehnt werden müsse.
Auch Anita Chaaban, der Urheberin der Verwahrungsinitiative, geht die Forderung zu weit: "Mit der Wiedereinführung der Todesstrafe würden wir uns auf die Stufe der Täter stellen", sagte sie im Interview mit "Tagesanzeiger.ch/Newsnetz".
Die Todesstrafe widerspricht gemäss Amnesty-Sprecher Graf der politischen Kultur der Schweiz: "Die Schweiz ist eine der führenden Nationen im Kampf gegen die Todesstrafe." Sie habe sich mit der Ratifizierung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verpflichtet, auf die Todesstrafe zu verzichten.

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SDA-ATS