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Es könnte zum Präzedenzfall für die neue Spitalfinanzierung werden: Um satte 17 Prozent soll das Berner Inselspital die bisher erst mit zwei Krankenkassen ausgehandelten Fallpauschalen senken. Dies rät Preisüberwacher Stefan Meierhans der Berner Kantonsregierung.

Der Preisüberwacher wollte sich am Samstag mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äussern zu einem entsprechenden Bericht der "Berner Zeitung". Er nehme "nicht Stellung, bis die Regierung einen Entscheid gefällt hat", sagte Meierhans auf Anfrage.

Die Spitäler reagieren verständnislos: "Das beweist, dass der Preisüberwacher das neue System der Fallpauschalen noch immer nicht verstanden hat", liess sich der Direktor des Spitalverbands H+, Bernhard Wegmüller, von Mediensprecherin Dorit Djelid auf Anfrage zitieren.

Vertreter von Spitälern, Kantonen und Krankenkassen hätten Meierhans mehrmals dargelegt, dass das System noch nicht ausgereift sei und er nicht alle Spitäler über einen Leisten schlagen könne.

"Völlig unrealistisch"

Wegmüller bezeichnete die Forderung des Preisüberwachers als "völlig unrealistische Stellungnahme". Wenn sich das Bundesverwaltungsgericht daran orientiere, "führt das zu einer Katastrophe".

Konkret rät Meierhans der Berner Kantonsregierung laut dem Zeitungsbericht, den Basispreis, den die Insel mit Assura und Supra vereinbart hat, von 11'435 auf 9484 Franken pro "Einheitsfall" zu senken. Das hiesse, dass die Fallpauschalen, die das Inselspital erhält, um 17 Prozent einbrächen.

Vom Inselspital selber war am Samstag keine Stellungnahme erhältlich. Insel-Sprecher Markus Hächler sagte, das laufende Verfahren werde nicht kommentiert.

SDA-ATS