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Intendant Marc Adam verliert Alleinherrschaft

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 17:22 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - An seiner Krisensitzung hat der Verwaltungsrat der Theatergenossenschaft Bern beschlossen, dass künftig in allen operativen Fragen eine dreiköpfige Geschäftsleitung entscheidet. Bisher hatte der Intendant Marc Adam allein die Verfügungsgewalt.
In der Sparte Schauspiel war deshalb der Vorwurf laut geworden, Adam bevorzuge bei der Budget-Verteilung seine eigene Sparte, das Musiktheater. Nachdem dem Schauspieldirektor Erich Sidler von Adam eine Sparauflage von 100'000 Franken aufgebrummt worden war, hatte er letzten Donnerstag seinen Abschied bekannt gegeben.
Es war bereits das zweite Jahr in Folge, dass Adam dem Schauspiel das Budget massiv kürzen wollte, während seine eigene Sparte kaum kürzer treten musste: Vergangene Saison hatte er sogar Einsparungen von 140'000 Franken verfügt, aber der Verwaltungsrat senkte den Betrag auf Bitte Sidlers auf 40'000.
Um solche - echten oder vermeintlichen - Ungerechtigkeiten künftig zu vermeiden, entscheidet die dreiköpfige Geschäftsleitung, bestehend aus dem Technischen Direktor Gino Fornasa, dem Kaufmännischen Direktor Anton Stocker und dem Intendanten Marc Adam nach dem Mehrheitsprinzip, teilte der Verwaltungsrat mit.
Durch diese breitere Abstützung der Entscheidfindung in allen dispositionellen, organisatorischen, personellen und finanziellen Fragen erhofft sich der Verwaltungsrat eine Beruhigung der Situation am Stadttheater. Das soll das Image verbessern und wieder bessere Zuschauerzahlen generieren, teilte der Verwaltungsrat mit.

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