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Die internationale Staatengemeinschaft hat Somalia rund eine Milliarde Euro für den Wiederaufbau des durch Chaos und Bürgerkrieg zerstörten Staats bis zum Jahr 2016 zugesagt. Beschlossen wurde die Hilfe am Montag in Brüssel an einer internationalen Somalia-Konferenz.

Grösster Geldgeber ist die EU: Sie kündigte eine neue Hilfe in Höhe von 650 Millionen Euro an. Die EU hat Somalia in den Jahren 2008 bis 2013 bereits mit 1,2 Milliarden Euro unterstützt.

Schweden kündigte 170 Millionen Euro an, Deutschland sagte 90 Millionen zu, Grossbritannien knapp 60 Millionen Euro.

60 Millionen Franken von der Schweiz

Die Schweiz hat für Somalia für die kommenden vier Jahre rund 60 Millionen Franken reserviert. Sie nahm unter der Leitung von DEZA-Direktor Martin Dahinden an der Konferenz in Brüssel teil, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten mitteilte. Auch andere Länder versprachen Finanzhilfen; Vertreter von rund 50 Staaten waren an der Konferenz dabei.

"Wir versprechen der somalischen Bevölkerung, auch in Zukunft an ihrer Seite zu stehen", sagte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton. Die EU werde Somalia auf seinem schwierigen und langen Weg Richtung Frieden, Stabilität und wirtschaftlicher Erholung helfen.

"New Deal" vereinbart

Somalia und die Geberländer vereinbarten einen "New Deal": Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud versprach mehr Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und nationale Aussöhnung im Gegenzug zu den Finanzhilfen. "Wir schlagen heute ein neues Kapitel auf. Somalia wurde eine grosse Möglichkeit gegeben, voran zu kommen", sagte der Präsident.

Er nannte als wichtigste Aufgaben die Verbesserung der Sicherheitslage, eine Reform von Justiz und Finanzwesen sowie den Wiederaufbau der Wirtschaft. Ein Ziel sei es, dass mehr somalische Kinder eine Schule besuchen können. Derzeit haben dazu nur etwa vier von zehn Kindern die Möglichkeit - eine der geringsten Quoten weltweit.

Die EU hat Somalia in den Jahren 2008 bis 2013 bereits mit 1,2 Milliarden Euro unterstützt. Mehr als die Hälfte davon floss in die Finanzierung zur Verbesserung der Sicherheit, etwa in die internationale AMISOM-Truppe. Die EU bildet zudem somalische Soldaten aus und bekämpft mit der "Atalanta"-Mission die Piraterie am Horn von Afrika.

Seit 20 Jahren blutiger Bürgerkrieg

Somalia zählt seit Jahren zu den gefährlichsten und instabilsten Ländern der Welt: In dem ostafrikanischen Staat tobt seit zwei Jahrzehnten ein blutiger Bürgerkrieg.

Eine funktionierende Staatsgewalt im gesamten Land gibt es trotz Fortschritten in den vergangenen Monaten nicht, weite Teile stehen unter der Kontrolle von Milizen wie der islamistischen Shebab. Von der somalischen Küste aus machen Piraten den Indischen Ozean unsicher.

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SDA-ATS