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Islamabad - Nach wiederholten Klagen über die nur schleppend anlaufende Hilfe für die Flutopfer in Pakistan steigt die internationale Spendenbereitschaft nun an. Die Weltbank gewährte einen Millionenkredit.
Das von den katastrophalen Überschwemmungen betroffene Gebiet habe etwa die Grösse Englands, sagte der pakistanische UNO-Botschafter, Zamir Akram, am Dienstag in Genf. Allein für den Wiederaufbau im Norden Pakistans würden 2,5 Milliarden Dollar benötigt.
Das gesamte Ausmass der Schäden lasse sich erst in frühestens einer Woche abschätzen, sagte Akram weiter. Noch immer sei das Land auf Soforthilfen angewiesen, darunter vor allem Nahrung, Trinkwasser und Medikamente gegen Infektionskrankheiten.
Zerstörte Infrastruktur
Die Weltbank schätzte die Auswirkungen der Katastrophe auf die pakistanische Wirtschaft als "gewaltig" ein; die Fluten hätten neben Strassen, Brücken und landwirtschaftlichen Flächen rund 723'000 Wohnhäuser zerstört oder beschädigt. Sie stellte am Montag einen Kredit in Höhe von 900 Millionen Dollar bereit.
Zunehmend kritisch ist die Lage in der Stadt Jacobabad im Süden des Landes. "Wir arbeiten hart daran, das Wasser von Jacobabad wegzulenken", sagte der pakistanische Sportminister Ijaz Jakhrani. Knapp ein Viertel der zwischen 300'000 und 400'000 Einwohner der Stadt seien bis Montag in Sicherheit gebracht worden. Die Umgebung von Jacobabad wurde bereits überflutet.
UNO: Verdoppelung der Spenden
Unterdessen teilte das UNO-Koordinationsbüro für humanitäre Hilfe (OCHA) mit, dass sich der Eingang der Spenden innerhalb von 24 Stunden von 20 Prozent auf 40 Prozent verdoppelte.
Die UNO habe 182 Millionen Dollar erhalten,sagte OCHA-Sprecherin Elisabeth Byrs in Genf. Das sind 39,6 Prozent des Spendenaufrufs von 460 Millionen Dollar.
Dazu kommen 229 Millionen Dollar, welche die Geberländer Pakistan und der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes (IFRC) direkt zur Verfügung stellten.
Lauf gegen die Zeit
Nach Einschätzung des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge UNHCR verwüsten die Wassermassen auf ihrem Weg nach Süden noch mehr Gebiete und treiben zahlreiche weitere Menschen in die Flucht.
Es bestehe die Gefahr, dass die Weltgemeinschaft die Dimension der Katastrophe immer noch nicht begriffen habe, warnte die Organisation. Die UNHCR-Reserven an Hilfsgütern schrumpften. "Wir brauchen mehr Hilfsflüge und massive Mittel, um dieser Krise entgegenzutreten, die sich immer noch ausweitet."

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SDA-ATS