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Luzern/Bern - In der Basis der Luzerner CVP-Kantonalpartei herrscht die Meinung vor, dass die CVP der SVP nicht zu einem zweiten Bundesratssitz verhelfen sollte. Das hat eine nicht repräsentative interne Befragung von Mitgliedern und Sympathisanten ergeben.
Die CVP Luzern verschickte ihre Umfrage am 1. September an 2500 Adressen - zwei Tage bevor die SVP-Bundeshausfraktion Jean-François Rime nominierte. Parteisekretär Adrian Bühler bestätigte einen Bericht der Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" vom Samstag.
Verzicht auf eigene Kandidatur unterstützt544 Personen füllten den Fragebogen aus, wie der Internetseite der Luzerner CVP zu entnehmen ist. Rund 84 Prozent von ihnen fanden, dass die CVP-Fraktion der SVP derzeit nicht zu einem zweiten Mandat im Bundesrat verhelfen sollte. 12 Prozent befürworteten dies. 4 Prozent mochten sich nicht festlegen.
Rund 91 Prozent befürworteten den Verzicht der CVP auf eine Kandidatur, 6 Prozent fanden ihn falsch. 3 Prozent gaben keine Antwort. Damit liegt die Luzerner Basis auf der offiziellen Linie der CVP und stellt die Annahme in Frage, in der Zentralschweiz sei die Unterstützung für Rimes Kandidatur gross.
Kantonalpräsident Martin Schwegler überrascht das Resultat aber nicht: Die Luzerner CVP-Basis ärgere sich immer wieder über den politischen Stil der SVP. "Dieser Hintergrund spielte wohl bei der Frage nach der Unterstützung der SVP mit", sagte er auf Anfrage.
Eine Luzerner Erfahrung sei zudem, dass die SVP grösste Mühe habe, taugliche Exekutivmitglieder zu finden. "Das Amt eines Bundesrates zu führen, trauen viele der SVP wohl gar nicht zu." Das Resultat der Befragung sei den Innerschweizer Vertretern im Bundeshaus und dem CVP-Präsidium übermittelt worden.

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SDA-ATS