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Clariant-CEO Hariolf Kottmann: Im Mai kündigte er die Fusion von Clariant und Huntsman an.

KEYSTONE/WALTER BIERI

(sda-ats)

Die Fusion zwischen dem Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant und dem US-Konkurrenten Huntsman stösst auf Widerstand. Die geplante Transaktion bewerte Clariant zu tief und sei strategisch falsch, erklärte ein Sprecher von White Tale am Dienstag.

Hinter White Tale, die eine Position von 7,2 Prozent an Clariant aufgebaut hat, stehen der aktivistische Investor Corvex und die US-Industriefirma Standard Industries.

White Tale fordere die übrigen Clariant-Aktionäre auf, die Fusion abzulehnen. Der Verwaltungsrat des Basler Unternehmens solle stattdessen Alternativen prüfen. Clariant und Corvex waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Clariant und Huntsman hatten im Mai eine Fusion über einen Aktientausch angekündigt. Die Clariant-Aktionäre sollen 52 Prozent an der neuen Gesellschaft halten und die Huntsman-Eigner den Rest. Entstehen soll ein weltweit führender Spezialchemiekonzern, der einen Börsenwert von rund 14 Milliarden Dollar hätte.

Clariant beschäftigt in der Schweiz rund 750 Angestellte, Huntsman rund 550. Ein Stellenabbau in der Schweiz sei nicht geplant, sagte Clariant-Chef Hariolf Kottmann im Mai.

Für die Schweiz wäre es der zweite Mega-Deal in der Chemiebranche nach der Übernahme des Pflanzenschutzspezialisten Syngenta durch den Staatskonzern ChemChina für 43 Milliarden Dollar.

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SDA-ATS