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Irak schliesst Satellitensender nach blutigen Sunniten-Protesten

Nach den tödlichen Zusammenstössen zwischen sunnitischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften haben die irakischen Behörden zehn Satellitensendern die Sendeerlaubnis entzogen. Zur Begründung gab die staatliche Medienaufsicht am Sonntag an, die Fernsehender hätten Gewalt und abtrünniges Verhalten gefördert.

Unter den Sendern, deren Lizenz suspendiert wurde, sind der in Katar ansässige Nachrichtensender Al-Dschasira und der führende irakische Sender Scharkija.

Ein Al-Dschasira-Sprecher forderte die Behörden auf, die Pressefreiheit zu achten. Der Sender berichte seit Jahren ausgewogen über die Entwicklungen im Irak. Angesichts der Vielzahl der sanktionierten Sender handle es sich offenbar um eine "willkürliche" Auswahl. Die Senderverantwortlichen seien "erstaunt".

Bei den Ausschreitungen wurden seit Dienstag im Norden des Irak mehr als 215 Menschen getötet worden. Es waren die blutigsten Proteste seit Beginn der sunnitischen Demonstrationen gegen die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki vor vier Monaten. Viele Sunniten im Irak fordern al-Malikis Rücktritt.

Al-Maliki ist Schiit, seine Regierung mehrheitlich schiitisch. Mehrere sunnitische Minister waren zuletzt aus Protest zurückgetreten.

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