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Iran bestreitet "gezielte" Beschlagnahmung von Ebadis Nobelpreis

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 18:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Teheran - Der Iran hat abgestritten, die Medaille für den Friedensnobelpreis der Menschenrechtlerin Schirin Ebadi "gezielt" konfisziert zu haben. Das iranische Aussenministerium räumte aber ein, ein Bankkonto Ebadis mit dem Preisgeld blockiert zu haben.
Bei Ebadi habe eine gerichtliche angeordnete Beschlagnahmeaktion stattgefunden, wie bei Steuerangelegenheiten im Iran üblich, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Teheran laut der Nachrichtenagentur Mehr. Er lies offen, was die Behörden genau sichergestellt haben.
Die Regierung habe ein Bankkonto Ebadis blockiert, auf dem das Preisgeld von umgerechnet rund 870'000 Euro liege, meldete die Nachrichtenagentur AFP mit Berufung auf das Aussenministerium. Die Anwältin habe sich geweigert, Steuern für den Betrag zu zahlen.
Die im Ausland lebende Ebadi sagte dem britischen Rundfunksender BBC, nach den iranischem Bestimmungen müssten Nobelpreisträger keine Steuern auf das Preisgeld zahlen.
Norwegens Aussenminister Jonas Gahr Stre hatte am Donnerstag in Oslo erklärt, die iranische Behörden hätten Ebadis Nobelpreis-Medaille von 2003 und die dazugehörige Urkunde beschlagnahmt. Norwegen habe deshalb bei Teherans diplomatischen Vertreter protestiert.
Nach den norwegischen Angaben wurde der komplette Inhalt eines Bankschliessfach von Ebadi konfisziert, darunter auch die Nobel-Auszeichnungen. Ebadi hatte den Friedensnobelpreis für ihre Bemühungen um Demokratie und Menschenrechte im Iran zuerkannt bekommen.

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