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Iran und Griechenland suchen strategische Zusammenarbeit

Der Iran und Griechenland streben eine strategische Zusammenarbeit an. "Griechenland kann als Brücke zwischen dem Iran und Europa agieren", sagte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Montag in Teheran.

Sein Besuch sei der Beginn eines neuen Kapitels der historischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Auch politisch sei der Iran für Athen ein wichtiger Partner. Mit den Flüchtlingen sei auch Griechenland vom Syrienkrieg betroffen. Der Iran "als ein stabiles Land in einer instabilen Region" sei daher ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und bei der politischen Beilegung des Syrienkonflikts.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani betonte, Athen sei für Teheran mehr als nur ein Mitglied der Europäischen Union. Schliesslich hätten diese beiden Länder zusammen Geschichte geschrieben. "Daher steht auch nichts im Weg, die Beziehungen in allen Belangen, besonders wirtschaftlich, auszuweiten", sagte Ruhani.

Der Iran wolle Griechenland auch bei den Problemen mit den Flüchtlingen helfen. Nur sollte Europa dem Kampf gegen den IS seriöser angehen. "Solange die Geldquelle dieser Terroristen nicht abgedreht wird, kann man von keinem seriösen Kampf gegen den Terrorismus reden", sagte Ruhani.

Vertreter beider Länder unterschrieben in Teheran Verträge über wirtschaftliche Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft, Energie und Tourismus.

Tsipras gilt im Iran wegen seiner kontroversen Politik innerhalb der EU als ein Revolutionär und ist daher in politischen Kreisen sehr beliebt. Auch weil er, wie iranische Offizielle, keine Krawatte trägt, die im Iran als Zeichen des westlichen Imperialismus gilt.

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