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Im Iran ist eine wegen Drogenhandels verurteilte iranisch-niederländische Frau hingerichtet worden. Die 46-jährige Sahra Bahrami sei am Samstagmorgen gehängt worden, berichtete die Website des Staatsfernsehens unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Teheran.

Die Niederlande bestätigten am Samstagabend die Hinrichtung und froren als Reaktion ihre Beziehungen zum Iran ein. Die Regierung habe alle "offiziellen Kontakte zwischen Diplomaten und Amtsträgern" beider Länder auf Eis gelegt, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Den Haag.

Die Vollstreckung des Todesurteils an der Regimegegnerin sei eine "Schandtat durch ein barbarisches Regime", erklärte Aussenminister Uri Rosenthal.

Kurz zuvor hatte der iranische Botschafter in Den Haag dem Minister bestätigt, dass Bahrami am selben Tag hingerichtet wurde. Das Aussenministerium hatte den Botschafter nach Bekanntwerden der Hinrichtung einbestellt.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International äusserte sich "zutiefst geschockt". Wie es aussehe, habe der Iran alle internationalen Aufrufe ignoriert, das Todesurteil nicht zu vollstrecken.

Angebliche Drogenhändlerin

Bahrami wurde nach einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens wegen Drogenhandels zum Tode verurteilt und erhängt. Sie war laut niederländischen Medienberichten im Dezember 2009 in Teheran festgenommen worden, als sie in der iranischen Hauptstadt an einer Demonstration gegen die Regierung teilnahm.

Anschliessend wurde ihr Drogenhandel vorgeworfen. Die Teheraner Staatsanwaltschaft erklärte dem Bericht des Staatsfernsehens zufolge, Bahrami sei wegen "Verbrechen im Zusammenhang mit der Sicherheit" festgenommen worden.

Sie sei "Mitglied eines internationalen Drogenrings" gewesen und habe ihre Beziehungen zu den Niederlanden für den Schmuggel von Drogen in den Iran genutzt. Beamte hätten bei der Durchsuchung ihrer Wohnung 450 Gramm Kokain und 420 Gramm Opium gefunden. Ermittlungen zufolge habe sie 150 Gramm Kokain verkauft.

Bahrami wurde am 2. Januar zum Tode verurteilt, wie das niederländische Radio unter Berufung auf Bahramis in den Niederlanden lebende Tochter berichtete.

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SDA-ATS