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Iranische Fluggesellschaft kann auf Genfer Flughafen nicht mehr tanken

Die iranische Fluggesellschaft Iran Air kann seit Ende April ihre Maschinen nicht mehr auf dem Genfer Flughafen betanken. Die Ölgesellschaften weigern sich, für die iranischen Flugzeuge Treibstoff zu liefern. Grund sind unklar formulierte Sanktionen westlicher Länder.

Der wöchentliche Flug Genf - Teheran wird nicht gestrichen, Iran Air muss jedoch zum Tanken in anderen Ländern zwischenlanden - etwa in Serbien. "Zur Zeit werden die Maschinen der Iran Air auf dem Flughafen Genf nicht mehr aufgetankt", sagte Anton Kohler, Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL), am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Dies bestätigt auch die Firma Geneva Fuelling Services, die auf dem Genfer Flughafen für die Betankung der Flugzeuge zuständig ist. Seit Ende April gebe es keine geschäftlichen Beziehungen mehr zur Iran Air, hiess es dort auf Anfrage. Die Ölgesellschaften lieferten keinen Treibstoff mehr für die Iran Air.

Die Ölgesellschaften verweigerten die Treibstofflieferung wegen unpräzise formulierten Sanktionen westlicher Länder gegen den Iran, erklärte Flughafen-Sprecher Bertrand Stämpfli gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Deshalb hätten die Gesellschaften den Bund aufgefordert, Klarheit zu schaffen.

"Pragmatische Lösung" gesucht

Die Schweiz wolle die Situation verbessern, heisst es beim BAZL: In Absprache mit dem Aussendepartement (EDA) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) suche das BAZL "nach einer pragmatischen Lösung". Details gab das BAZL nicht bekannt. Die EU-Aussenminister wollen am Montag über eine Verschärfung der Sanktionen gegen Iran beraten.

Bereits im vergangenen Oktober hatte Iran Air auf ihrer Webseite bekannt gegeben, dass sie auf Flügen von London Heathrow nach Teheran "wegen anhaltender Tankprobleme" in einem anderen europäischen Land zwischenlanden müsse.

Schweiz ist keine Ausnahme

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete zudem, iranischen Flugzeugen sei auch in Deutschland und in einem Golfstaat das Auftanken verweigert worden. "Die Schweiz ist nicht das einzige Land, das von dieser Problematik betroffen ist", sagte BAZL-Sprecher Kohler dazu.

Die internationale Gemeinschaft hat seit Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt, um das Land zur Aufgabe des umstrittenen Atomprogramms zu zwingen. Iran seinerseits verweigert ausländischen Fluggesellschaften inzwischen die Betankung der Flugzeuge.

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