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Berlin - Nach seiner mysteriösen Odyssee ist der iranische Atomphysiker Sharam Amiri in seiner Heimat angekommen. Für den strahlenden Amiri gab es am Flughafen von Teheran einen grossen Empfang.
Neben Frau, Sohn und Eltern war auch der stellvertretenden Aussenminister Hassan Ghashgavi zur Begrüssung des Heimkehrers erschienen. In den Staatsmedien wurden Bilder Amiris mit zum Victory-Zeichen erhobener Hand am Flughafen gezeigt.
In einer kurzen Erklärung warf er dem US-Geheimdienst CIA vor, hinter seiner angeblichen Entführung zu stehen. Amiri war nach Angaben der iranischen Regierung im Juni 2009 während einer Pilgerfahrt in Saudi-Arabien verschleppt und in die USA gebracht worden.
"Dort wurde ich zwei Monate lang von amerikanischen und israelischen Verhörspezialisten körperlich und geistig gefoltert", sagte Amiri. Er sei gezwungen worden, zu sagen, dass er freiwillig in die USA gekommen sei, um geheime Informationen über das militärische Atomprogramm des Irans zu verraten.
"Sie drohten mir, mich ansonsten nach Israel zu überstellen", sagte der iranische Atomwissenschaftler. US-Medien hatten dagegen berichtet, der ehemalige Mitarbeiter der iranischen Atombehörde habe für den US-Geheimdienst CIA gearbeitet und sei übergelaufen.
Zu der Verwirrung hatte Amiri später selbst mit widersprüchlichen Aussagen beigetragen. So soll der 32-Jährige in einem Video erklärt haben, er sei von der CIA und saudischen Agenten gekidnappt worden, dann erschien ein Video, in dem er schilderte, dass er in Freiheit in Arizona lebe, und schliesslich tauchte ein Video auf, in dem er behauptete, er sei seinen Entführern entkommen.
Am Montag war der Iraner dann überraschend in der pakistanischen Botschaft in Washington aufgetaucht, die in den USA die Interessen Teherans vertritt. US-Aussenministerin Hillary Clinton hatte am Dienstag gesagt, Amiri sei freiwillig in die USA gekommen.

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SDA-ATS