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Nach einer Resolution des UNO-Sicherheitsrates gegen die israelische Siedlungspolitik hat Israel am Sonntag die Botschafter jener Staaten einbestellt, die für den Beschluss gestimmt haben.

Jeder der Gesandten sei zu einem persönlichen Gespräch mit dem jeweils zuständigen regionalen Direktor eingeladen worden, sagte am Sonntag ein Sprecher des Aussenministeriums in Jerusalem. In einigen Fällen handle es sich wegen der Weihnachtsfeiertage um einen Stellvertreter. Der US-Botschafter sei nicht einbestellt worden, weil die USA sich enthalten hätten.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe das Aussenministerium angewiesen, die ausländischen Repräsentanten zu rügen, berichtete die Nachrichtenseite "ynet". Neben seiner Rolle als Regierungschef hat er mehrere Ministerposten inne, darunter den des Aussenministers.

In Israel beginnt die Arbeitswoche regulär am Sonntag, Weihnachten wird nur von einer Minderheit gefeiert, weil rund 75 Prozent der israelischen Bevölkerung jüdisch sind.

Der Sicherheitsrat hatte Israel am Freitag zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschliesslich Ost-Jerusalem aufgefordert. Bei Stimmenthaltung der USA nahmen die anderen 14 Mitglieder des höchsten UNO-Gremiums die entsprechende Resolution an.

Netanjahu verurteilte die Resolution als "schändlich und anti-israelisch". Er hat bereits diplomatische Schritte gegen die Antragssteller Neuseeland und Senegal eingeleitet. Ausserdem lud er seinen ukrainischen Amtskollegen Wladimir Groisman aus, der am Mittwoch zu einem Besuch in Israel erwartet wurde. Mit einigen der Länder unterhält Israel ohnehin keine diplomatischen Beziehungen.

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SDA-ATS