Navigation

Israel nimmt UBS-Berater und mutmassliche Steuerhinterzieher fest

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2014 - 18:29 publiziert
(Keystone-SDA)

Die Schweizer Grossbank UBS ist nun auch in Israel mit Vorwürfen im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung konfrontiert. Die israelischen Behörden nahmen einen leitenden UBS-Berater sowie 13 israelische Bürger mit Konten bei der UBS für kurze Zeit fest.

Alle 14 wurden gegen Kaution wieder auf freien Fuss gesetzt, wie die israelische Steuerbehörde am Mittwoch mitteilte. Der UBS-Mitarbeiter war bereits am 26. Juni festgenommen worden. Ein israelisches Gericht erlaubte aber erst jetzt die Veröffentlichung der entsprechenden Informationen.

Umfangreiche Untersuchungen hätten ergeben, dass Tausende von Israelis Konten bei Schweizer Banken unterhielten, auf denen sich Hunderte von Millionen Euro befänden, erklärte die Steuerbehörde weiter.

Es bestehe der Verdacht, dass der weitaus grösste Teil des Geldes nicht versteuert worden sei. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen und es sei mit weiteren Festnahmen zu rechnen.

Nicht Teil der Untersuchung

Die UBS betonte, dass sie nicht Teil der Untersuchung sei. Es handle sich um eine Angelegenheit zwischen den betroffenen israelischen Bürgern und den Behörden, sagte UBS-Sprecher Serge Steiner auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Im Juni war der Chef von UBS Belgien wegen mutmasslicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor einen Richter vorgeladen worden. Zuvor hatte die Polizei seine Wohnung, die eines Kunden sowie die Bank selbst durchsucht.

In Frankreich ermitteln die Behörden gegen die UBS wegen Beihilfe zu Steuerbetrug und Geldwäsche. Der Bank, die alle Vorwürfe zurückweist, droht eine Milliardenstrafe. Ende September musste die Bank eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?