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Istanbul - Einen Monat nach der gewaltsamen Übernahme eines türkischen Passagierschiffs haben Israel und die Türkei erstmals wieder Kontakt aufgenommen. Ein türkischer Regierungssprecher bestätigte am Donnerstag Medienberichte über ein Treffen auf Ministerebene in Brüssel.
Der türkische Aussenminister Ahmet Davutoglu und Israels Industrieminister Ben Elieser hätten bei dem geheim gehaltenen Treffen versucht, die Krise zwischen beiden Ländern zu überwinden, sagte der Sprecher des türkischen Aussenministeriums in Ankara.
Dabei habe Davutoglu erneut die Forderungen der türkischen Seite nach dem israelischen Militärangriff auf die Gaza-Hilfsflotte am 31. Mai formuliert: Die Türkei erwarte eine Entschuldigung von Israel, die Zusage von Entschädigungszahlungen für die Opfer des Angriffs, die Einrichtung einer unabhängigen internationalen Untersuchung sowie die Aufhebung der Blockade des Gazastreifens.
Druck der USA
Die israelischen Behörden bestätigten lediglich, dass Ben Elieser einen "türkischen Vertreter" getroffen habe. Auf die türkischen Forderungen ging Israel offenbar nicht ein. "Dazu gibt es nichts Neues zu sagen", sagte der israelische Regierungssprecher Mark Regev auf Anfrage.
Das israelische Militärradio berichtete indes, das Treffen sei "genauestens" mit Washington und dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak vorbereitet worden. Sowohl Israel als auch die Türkei sind Verbündete der USA in der Region.
Einem Bericht der türkischen "Hürriyet" zufolge wurden die Einzelheiten des Treffens am Rande des G20-Gipfels am vergangenen Wochenende in Kanada ausgehandelt. Dort war US-Präsident Barack Obama mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan zusammengetroffen.
Verärgerter Aussenminister
In Israel löste die Unterredung eine Vertrauenskrise zwischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Aussenminister Avigdor Lieberman aus. Der ultrakonservative Lieberman war im Vorfeld nicht über das Treffen informiert worden.

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SDA-ATS