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Spätestens bis Samstag sollen alle 6000 Flüchtlinge die winzige süditalienische Insel Lampedusa verlassen haben. Dies versprach der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi am Mittwoch den besorgten Bürgern auf der Auffanginsel Lampedusa.

Berlusconi war aus Rom angereist, um sich ein Bild von der dramatischen Lage vor Ort zu machen. Die Zahl der tunesischen Flüchtlinge übersteigt seit Tagen die der Einwohner.

Für rund 2000 Immigranten fehlt das Essen; unzählige Menschen müssen die Nächte im Freien verbringen. Nach wochenlangem Notstand sind die Insulaner auf den Barrikaden in Angst vor Gesundheitsgefahren und in Sorge um ihre Haupteinkommensquelle neben der Fischerei, den Tourismus.

"Lampedusa wird wieder zum Paradies werden", erklärte Berlusconi und versprach Steuervergünstigungen und einen "Piano Verde" zur Begrünung des felsigen Eilands. Ausserdem werde er die Insel für den Friedensnobelpreis vorschlagen.

Er habe sich auch selbst schon ein Haus gekauft, erklärte der mediengewandte Premier ganz in der Rolle des Landesvaters. "Das Problem auf der Insel wird am Mittwoch gelöst", hatte Innenminister Roberto Maroni schon am Dienstag angekündigt.

Rückführung der Flüchtlinge

Sechs grosse Schiffe sollten bis Mittwochabend auf Lampedusa eingetroffen sein, um die meisten der 6000 Immigranten von dort aufzunehmen. Die Flüchtlinge werden wahrscheinlich einige Tage auf den Schiffen verbringen, bis die Aufnahmelager auf Sizilien sowie in der Toskana und anderen Regionen bereit sind.

"Die Last des Immigrationsnotstands muss auf alle Regionen verteilt werden", sagte Berlusconi. Über das weitere Vorgehen seiner Regierung soll am Donnerstag das Kabinett in Rom entscheiden.

Berlusconis Regierung verhandelt nach einem Bericht des "Corriere della Sera" zudem mit der neuen tunesischen Führung, um bis zum Wochenende bis zu 1000 Tunesier in die Heimat zurückzubringen. Eines der Schiffe könnte also direkt Kurs auf Tunesien nehmen.

Italien hatte betont, bei den Immigranten aus Tunesien handle es sich nicht um politische Flüchtlinge. Auch die EU-Kommission befürwortet die Rückführung tunesischer Flüchtlinge in ihre Heimat.

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SDA-ATS